Quinoa – das gesunde Inka-Korn

Einmal Kraft auftanken, bitte! Quinoa zählt zu den Superfoods und stärkt das Immunsystem. Die Samen können wie Couscous, Reis und Polenta verarbeitet werden, besitzen aber weniger Kohlenhydrate. Denn Quinoa ist kein Getreide. Damit ist es gut geeignet für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit.

Ein grauer Steinteller mit buntem, ungekochtem Quinoa
Kleine Powersamen: Quinoa hält lange satt und stärkt das Immunsystem Foto: LECKER @ Bauer Media Group
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Quinoa - Herkunft:

Die Körnerfrucht gehört zur selben Familie wie Rote Bete und Spinat und zählt zu den so genannten Pseudozerealien. Dies bedeutet, dass das Korn aus botanischer Sicht kein Getreide ist, aber genauso in der Küche verwendet werden kann. Quinoa stammt aus Südamerika und wird hauptsächlich in Ecuador, Peru und Bolivien angebaut. Schon seit 6.000 Jahren ist die Pflanze eine der wichtigsten Grundnahrungsmittel der Inka. Quinoa wird daher häufig auch als Inka-Korn bezeichnet.

Quinoa - Saison/Einkauf:

Quinoa wächst ganzjährig, da die Pflanze äußerst robust und witterungsbeständig ist. Die Samen werden aufwendig per Hand geerntet und kommen in gelb, weiß und rotbraun vor. In Bio-Märkten und gut sortierten Drogerien ist das Korn ganzjährig erhältlich.

Quinoa - Verwendung:

Die Samen können roh, geröstet und gekocht verwendet werden. Vor dem Verzehr sollte man sie allerdings gut mit Wasser abspülen, um die Bitterstoffe, die an der Schale haften, zu entfernen. Dazu am besten ein besonders feines Sieb benutzen, da die Samen sehr klein sind und sonst durchrutschen. Alternativ kann auch ein Geschirrhandtuch ins Sieb gelegt werden. So geht kein Körnchen verloren.

Quinoa – das gesunde Inka-Korn - quinoa_sieb_b
Vor dem Verzehr sollte man Quinoa mit Wasser abspülen, um die Bitterstoffe, die an den Samen haften, zu entfernen

Das Grundprinzip beim Kochen: Auf eine Tasse Quinoa kommt die zweieinhalbfache Menge Wasser. 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Danach den Topf vom Herd nehmen und alles weitere 10 Minuten quellen lassen. Quinoa sollte "al dente" gegessen werden. Zu lange gekocht, werden die Samen zu weich und verlieren an Biss und Geschmack.

Quinoa eignet sich als Beilage zu fast jedem Gericht und ist eine gesunde Alternative zu Reis, Nudeln und Co. Außerdem macht sich das Korn gut im Müsli und kann zu Mehl verarbeitet werden. Es schmeckt sowohl warm als auch kalt.

Quinoa - Geschmack:

Roh ist Quinoa recht geschmacksneutral. Gekocht entfalten die Samen ein leicht nussiges und erdiges Aroma. Besonders gut schmeckt es mit etwas Butter, Leinöl und einer Prise Meersalz verfeinert.

Quinoa - Aufbewahrung:

Quinoa sollte trocken und vor Sonneneinstrahlung geschützt gelagert werden. So ist es ein bis zwei Jahre haltbar. Bereits gekocht, kann es in einem geschlossenen Behältnis bis zu einer Woche im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Quinoa - Ernährung:

Quinoa enthält alle neun essentiellen Aminosäuren und ist damit wie Chia-Samen ein Superfood, das in der gesunden Ernährung nicht fehlen sollte. Ein hoher Anteil an Mineralien und Vitaminen gibt dem Körper Kraft und steigert die Leistungsfähigkeit. Außerdem ist das Korn reich an Kupfer, Mangan und Kalzium, was für starke Knochen sorgt. Weil das Inka-Korn rund 70 Prozent mehr Magnesium als Weizen aufweist, hilft es auch gegen Migräne. Denn Magnesium fördert die Entspannung der Blutgefäße und beugt Gefäßverengungen vor, die verantwortlich sind für Migräne-Attacken.

Doch Quinoa kann noch mehr: Es stärkt das Immunsystem und sorgt für gute Stimmung, weil es die Produktion des Glückshormons Serotonin fördert. Zudem ist es glutenfrei und wegen des hohen Eiweißgehalts ein guter Fleischersatz für Vegetarier und Veganer. Quinoa hat weniger Kohlenhydrate als andere Getreideprodukte und kurbelt den Stoffwechsel an. Trotzdem hält es lange satt und ist damit ein guter Begleiter für körperbewusste Menschen.

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