Tofu-Knappheit: Warum die Regale leer sind und was du jetzt tun kannst

Stehst du auch im Moment häufig vor leeren Supermarktregalen? Tofu ist derzeit heißbegehrt und vielerorts ausverkauft, also echte Mangelware. Wir klären, was dahinter steckt und wann sich die Lage bessern soll.

Naturtofu und Räuchertofu angeschnitten.
Tofu und Räuchertofu sind derzeit im Supermarkt schwer zu bekommen. Foto: LECKER @ Bauer Media Group
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Die verschiedenen Tofusorten sind vor allem in der vegetarischen, veganen und asiatischen Küche ein fester Bestandteil. Tofu ist eiweißreich und vielseitig. Aktuell verlangen viele virale Rezepte und Food-Trends nach dem weißen Block aus Soja.

Aktuell schauen viele Kundinnen und Kunden aber auf leere Kühlregale. Schon seit Januar braucht es schon etwas Glück, ganz normalen Tofu zu erstehen. Doch wie kommt es zur Tofu-Knappheit?

Tofu-Knappheit: Was dahintersteckt

Laut dem Hersteller Taifun, einem der bekanntesten Tofu-Produzenten in Deutschland, spielt die stark gestiegene Nachfrage eine große Rolle. Vor allem profitieren Produkte auf Sojabasis vom aktuellen Trend hin zu einer bewussteren und pflanzenbasierten Ernährung. Immer mehr Menschen möchten weniger Fleisch essen oder ganz darauf verzichten – gerade Tofu gilt hier als beliebter Fleischersatz mit reichlich Proteinen.

Wie ZDFheute berichtet, kommt es zusätzlich immer wieder zu Lieferengpässen, weil die Produktionskapazitäten zwar stetig ausgebaut werden, aber mit dem wachsenden Bedarf nicht immer Schritt halten können. Besonders bei Herstellern wie Taifun, die auf regional angebautes Soja setzen, lassen sich die Kapazitäten nicht beliebig ausweiten. Einen Mangel am Rohstoff Soja sieht das Unternehmen hingegen nicht.

Die Nachfrage ist also hoch. Rewe führte zudem aus: „Unsere Hersteller und Lieferanten bauen ihre Produktionskapazitäten zwar stetig aus – dies ist aber nicht im gleichen Tempo möglich, in dem sich die Nachfrage auch verändert“, erklärte das Unternehmen schon im Januar.

Tipp: Tofu-Vorrat kaufen und einfrieren

Wenn du Tofu entdeckst, kannst du ruhig beherzt zugreifen, denn das Sojaprodukt lässt sich perfekt einfrieren. Eingefroren hält sich Tofu mehrere Monate. Einfach in der Vakuumverpackung ins Tiefkühlfach geben und bei Bedarf auftauen.

Wie lange werden die Tofu-Engpässe andauern?

Der Handelskonzern Rewe erwartet, dass die Engpässe in der Produktion wahrscheinlich bis Ende des Jahres 2026 andauern werden.

Verfügbarkeit im Asia-Markt

Wer gerade auf der Suche nach Tofu ist und in der Stadt lebt, findet im Asia-Supermarkt oft ein volles Kühlregal. Während in vielen deutschen Supermärkten und Discountern die Regale leer bleiben, gibt es dort in der Regel eine große Auswahl. Manchmal wird das Sojaprodukt sogar direkt vor Ort frisch hergestellt und bietet dadurch einen besonders aromatischen Geschmack.

Alternativen zu Tofu: Meine Empfehlungen

Ich lebe schon länger vegan und habe so ziemlich alles durchprobiert. Wenn du aktuell keinen Tofu bekommst, findest du hier ein paar Alternativen, die dir ebenso gut schmecken könnten.

  • Kichererbsen-Tofu: Gibt’s zum Beispiel von Omami und anderen Marken zu kaufen. Er liegt tatsächlich noch in vielen Supermarktregalen.

  • Seitan: Wenn du Gluten verträgst, dann ist Seitan der absolute Hammer! Er ist ebenfalls sehr wandelbar und ist der Top-Eiweißlieferant. Mit 25 bis 30 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm machst du nichts falsch.

  • Tempeh: Wird aus ganzen fermentierten Sojabohnen hergestellt. Die Konsistenz ist daher anfangs vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. In Scheiben geschnitten und in Sojasoße angebraten passt er allerdings fantastisch in Bowls, Suppen und Wraps.

  • Getrocknete Soja-Schnetzel/Granulat: Proteinreiches Sojaprodukt. Perfekt für Zubereitungen wie vegane Bolognese oder Gulasch.

  • Pilze: Du findest derzeit in vielen Supermärkten auch eine sehr gute Auswahl an Pilzen. Austernpilze, Kräuterseitlinge und Champignons können ebenfalls sehr gut als eiweißreicher Ersatz für Tofu dienen.

Tofu knapp: Ein Grund zur Freude?

Auch wenn du dich im Supermarkt gerade über leere Regale ärgerst, ist die gestiegene Nachfrage eigentlich ein gutes Zeichen: Immer mehr Menschen probieren Tofu aus und verzichten dadurch häufiger auf Tierprodukte.