Crème brûlée - das französische Original-Rezept
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Das Beste an Crème brûlée ist der Moment, in dem du die knusprige Zuckerkruste mit dem Löffel durchbrichst, um an die himmlische Vanillecreme zu kommen. Mit diesem Original-Rezept kannst du den französischen Dessert-Klassiker einfach selber machen.
Zutaten
1 Vanilleschote
150 ml Milch (3,5 % Fett)
300 g Sahne
4 Eigelb (Gr. M)
50 g + 4 ELweißer feiner Zucker
Zubereitung
Vanilleschote mit einem Messer einritzen, Mark herauskratzen. Vanilleschote und Mark mit Milch und Sahne in einen Topf geben und kurz aufkochen. Vom Herd nehmen, 10 Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit Eigelb und 50 g Zucker mit dem Schneebesen ca. 2 Minuten hell-cremig schlagen. Vanilleschote entfernen, Sahnemischung langsam unter Rühren zur Eimasse geben.
4 flache feuerfeste Crème-brûlée-Schälchen (à ca. 140 ml) auf ein tiefes Backblech oder in eine Auflaufform stellen. Vanille-Ei-Sahne gleichmäßig auf die Förmchen verteilen, dabei 1-2 cm Rand frei lassen. Heißes Wasser angießen, sodass die Schälchen zu 2/3 im Wasser stehen. Im vorgeheizten Ofen bei 150 °C (Ober-/Unterhitze) 40-50 Minuten stocken lassen.

Schälchen aus dem Ofen nehmen, auf einem Gitter auskühlen lassen, dann mindestens 2 Stunden kalt stellen.
Kurz vor dem Servieren gut gekühlte Creme mit je 1 EL Zucker bestreuen. Mit einem Gas-Küchenbrenner zur Crème brûlée flambieren bis der Zucker schmilzt und sich eine goldbraune, knackige Kruste bildet.

Nährwerte
Pro Person
- 404 kcal
- 6 g Eiweiß
- 31 g Fett
- 27 g Kohlenhydrate
Die perfekte Konsistenz der Crème
Die Vanillesahne soll gestockt sein, aber nicht so kompakt wie Pudding. Beim Bewegen der Schälchen sollte sie noch leicht wackeln - dann ist sie perfekt. Durch die Kühlzeit zieht sie schließlich noch etwas an, verliert aber nicht an Cremigkeit.
Crème brûlée selber machen - so gelingt die Karamellkruste
Die berühmte Knusperkruste gelingt am besten mit feinem weißen Zucker, denn er schmilzt und karamellisiert gleichmäßig. Streue eine dünne, möglichst gleichmäßige Schicht Zucker auf die gut gekühlte Creme - am besten mit einem Teelöffel in kreisenden Bewegungen oder durch leichtes Hin- und Herschwenken der Form.
Halte nun den Flambierbrenner mit etwas Abstand und bewege ihn gleichmäßig über den Zucker, bis dieser goldgelb bis amberfarben schmilzt und Bläschen wirft - so wird die Kruste hauchdünn und knackig. Stoppe das Abflämmen, sobald der Zucker schön glänzt und nicht zu dunkel wird, sonst schmeckt die Kruste bitter. Die ideale Kruste ist glatt, goldbraun und splittert beim Draufklopfen leicht.
Kühle die Formen nach dem Karamellisieren noch 1-2 Minuten, so wird die Karamellschicht richtig hart und bleibt knackig.
Passendes Zubehör und Zutaten
Für die Zubereitung von Crème brûlée nach Original-Rezept benötigst du kleine, feuerfeste Förmchen, die sogenannten Ramequins, in denen das Dessert im Wasserbad gart. Zum Karamellisieren der Zuckerkruste ist ein Flambierbrenner das Hilfsmittel der Wahl. Neben Sahne und Ei ist die wichtigste Crème brûlée-Zutat echte Vanille!
Gelingt das Karamellisieren auch ohne Bunsenbrenner?
Prinzipiell kannst du die gut gekühlte Crème auch bei 200 °C (Grillfunktion) im vorgeheizten Ofen auf oberster Schiene goldbraun flambieren. Aber Vorsicht: Bekommt die Crème zu viel Hitze, verliert sie die gewünschte Konsistenz. Lasse die Backofentür dabei bestenfalls geöffnet, damit sich die Hitze nicht staut.
Häufige Fragen zum Crème brûlée-Rezept:
Welche Zutaten brauche ich für Crème brûlée?
Für eine klassische Crème brûlée brauchst du Sahne, Eigelb, Zucker und Vanille. Verwende unbedingt frische Sahne mit einem hohen Fettgehalt von mindestens 30%, denn so wird die Creme später herrlich zart und cremig. Beim Zucker eignet sich feiner weißer Haushaltszucker am besten sowohl für die Creme als auch für die Karamellkruste; grober oder Puderzucker karamellisiert nicht so gleichmäßig. Für das typische Aroma wird meist eine echte Vanilleschote verwendet. Die Crème brûlée-Zutaten lassen sich bei Zimmertemperatur am besten verarbeiten.
Warum wird Crème brûlée im Wasserbad gemacht?
Die Crème brûlée wird im Wasserbad gebacken, um eine gleichmäßige und sanfte Wärme zu gewährleisten. Das Wasser hilft, die Temperatur stabil zu halten und verhindert, dass die Creme zu schnell kocht oder die Eier bei über 100 °C stocken. Dadurch entsteht eine zarte, cremige Konsistenz ohne Risse oder eine gummiartige Textur. Das Wasserbad sorgt dafür, dass die Creme langsam und gleichmäßig fest wird, während sie gleichzeitig ihre geschmeidige Textur behält.
Kann ich Crème brûlée auch ohne Wasserbad machen?
Ohne Wasserbad ist die Hitzeentwicklung im Ofen viel trockener. Das kann dazu führen, dass die Masse schneller und oft zu stark stockt (fester wird), an den Rändern schnell gart oder sogar Blasen wirft und die Konsistenz insgesamt weniger zart und samtig wird.
Wenn du es ohne Wasserbad probieren möchtest, solltest du den Ofen auf möglichst niedrige Temperatur stellen (idealerweise 100-120°C, Umluft noch etwas niedriger), die Förmchen am besten ins untere Drittel des Ofens stellen, die Backzeit gut im Blick behalten und die Creme regelmäßig kontrollieren. Rechne mit einer Garzeit von 40-60 Minuten.
Kann ich Crème brûlée einen Tag vorher vorbereiten?
Ja, du kannst Crème brûlée problemlos einen Tag vorher vorbereiten. Bereite die Creme wie gewohnt zu, fülle sie in die Förmchen und stelle sie dann abgedeckt im Kühlschrank kalt. So kann die Creme über Nacht fest werden und durchziehen. Das macht den französischen Klassiker auch zum perfekten Dessert zum Vorbereiten, das dir mehr Zeit für deine Gäste verschafft. Kurz vor dem Servieren musst du nur noch die Karamellkruste flambieren.
Crème brûlée in der Schwangerschaft: Worauf muss ich bei der Zubereitung achten?
Während der Schwangerschaft solltest du besonders auf die hygienische Zubereitung von Speisen mit Ei achten. Bei Crème brûlée werden die Eigelbe zwar im Ofen erhitzt und die Creme stockt, dennoch ist es wichtig, dass sie vollständig gegart ist, um ein mögliches Risiko durch Keime wie Salmonellen zu vermeiden.
Achte darauf, dass die Creme im Ofen bei niedriger Temperatur langsam stockt und richtig fest geworden ist - die Kerntemperatur sollte mindestens 75 °C erreichen. Verwende möglichst frische Eier, halte die Küchenhygiene ein und genieße Crème brûlée generell nicht mehr, wenn sie schon länger steht.
















