Klassische Donauwelle mit Kirschen und Buttercreme

Die Donauwelle gehört zu meinen absoluten Lieblingskuchen, weil sie durch die Marmorkuchen-Basis, die süß-sauren Kirschen und die fluffige Buttercreme unvergleichlich saftig ist. Außerdem erinnert sie mich immer an die freien Sonntage als Kind, wenn es nach dem Spaziergang ein großes Stück Donauwelle gab.
Bei uns zu Hause ist die Donauwelle ein klassischer Feiertagskuchen. Schließlich handelt es sich bei dem Kultkuchen von Oma um eine waschechte Torte – wenn auch ganz flach gehalten. Als Blechkuchen reicht die Donauwelle locker für eine 5-köpfige Familie und mehrere Tage. Denn die Creme macht ordentlich satt und bleibt im Kühlschrank lange frisch.
Mit unserem Donauwellen-Rezept kannst du den Klassiker ganz einfach nachbacken. Dazu liefern wir praktische Tipps, mit denen du auch die Buttercreme-Hürde meisterst. Du brauchst eigentlich nur etwas Geduld, dann ist die Torte ein Klacks!
Zutaten
1 Glas (720 ml) Kirschen
250 g zimmerwarme Butter
1 Pck. Vanillezucker
225 g Zucker
5 Eier (Gr. M)
350 g Mehl
1 Pck. Backpulver
3 EL Milch
2 TL Backkakao
1 Pck. Puddingpulver Vanille-Geschmack (für 1/2 l Milch; zum Kochen)
50 g Zucker
440 ml Milch
250 g zimmerwarme Butter
300 g Zartbitter-Kuvertüre
20 g Kokosfett
Zubereitung
Für den Teig Kirschen in einem Sieb abtropfen. Zimmerwarme Butter, Vanillezucker und Zucker mit den Schneebesen des Handrührgerätes cremig rühren. Eier nacheinander unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit Milch unter den Teig rühren.

Hälfte des Teiges auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech bzw. die Fettpfanne des Backofens (ca. 42 x 29 cm) streichen. Unter die andere Teig-Hälfte den Kakao rühren. Den dunklen Teig in Klecksen auf den hellen Teig geben und ebenfalls verstreichen. Kirschen gleichmäßig darauf verteilen und leicht in den Teig drücken. Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175 °C/Umluft: 150 °C) 25–30 Minuten backen.

Für die Buttercreme inzwischen Puddingpulver, Zucker und ca. 6 EL Milch glatt rühren. Restliche Milch aufkochen, von der Herdplatte ziehen, Puddingmilch einrühren und nochmals 1 Minute kochen lassen. In eine Schüssel geben, die Oberfläche mit Frischhaltefolie bedecken und auskühlen lassen.

Kuchen aus dem Backofen nehmen und auskühlen lassen. Zimmerwarme Butter für die Creme mit den Scheebesen des Handrührgerätes cremig weiß aufschlagen. Zimmerwarmen Pudding kurz durchrühren und esslöffelweise unter Rühren zur Butter geben. Wichtig: Butter und Pudding müssen die gleiche Temperatur haben! Buttercreme auf den Kuchen streichen und an einem kühlen Ort ca. 3 Stunden fest werden lassen.

Für den Guss Kuvertüre grob hacken. Kuvertüre und Kokosfett in einer Schüssel auf einem warmen Wasserbad schmelzen. Kuvertüre ca. 15 Minuten abkühlen lassen, dann auf den Kuchen streichen. Mit einem Tortenkamm oder einer gezackten Teigkarte wellenartige Streifen durch die Kuvertüre ziehen. Nochmals ca. 30 Minuten kühl stellen, bis die Schokoladenglasur fest ist.

Nährwerte
Pro Stück
- 317 kcal
- 5 g Eiweiß
- 19 g Fett
- 33 g Kohlenhydrate
Nach dem Abtropfen wende ich die Kirschen für Donauwelle in 1–2 TL Mehl oder Speisestärke. Das bindet weitere Flüssigkeit und hilft, dass der Kuchen bei längerer Aufbewahrung nicht so schnell durchweicht.
Zusätzlich sorgt das Mehl bzw. die Stärke dafür, dass die Kirschen besseren Halt im Teig finden und oben bleiben, statt nach unten zu sinken. Das sorgt für eine schönere Wellenoptik durch die ungleich eingesunkenen Kirschen an der Oberfläche.
So gelingt die Buttercreme garantiert
Gleiche Temperatur: Damit die Buttercreme nicht gerinnt, müssen Butter und Puddingmilch beide Raumtemperatur haben. Die Butter sollte dafür weich, aber noch standfest sein.
Langsam arbeiten: Rühr die Puddingmilch nicht auf einmal, sondern nach und nach unter die heiße Milch. So flockt die Buttercreme nicht aus und bleibt schön glatt.
Auskühlen lassen: Bevor du die Buttercreme auf dem gebackenen Teig verteilst, muss der Kuchen komplett ausgekühlt sein. Sonst kann es passieren, dass die Creme schmilzt.
Abkühlen lassen: Auch die Kuvertüre solltest du nach dem Schmelzen lauwarm abkühlen lassen, ehe du sie auf die Buttercreme gibst. Dann klappt das Wellenmuster auch leichter.
SOS-Tipps bei geronnener Buttercreme
Ist das Unglück passiert und die Buttercreme für die Donauwelle geronnen, helfen dir die folgenden Tipps. Dabei solltest du zunächst prüfen, ob die Buttercreme zu kalt (grisselig ausgeflockt) oder zu warm (Fett und Flüssigkeit getrennt) ist.
Zu kalte Buttercreme schonend über einem warmen Wasserbad erwärmen und danach noch einmal kräftig aufschlagen.
Zu warme Buttercreme ca. 15 Minuten kalt stellen und dann erneut krätig aufschlagen.
Im Zweifel kann die Impf-Methode helfen. Dafür wärmst du nur 2–3 EL der Buttercreme überm Wasserbad auf und rührst die aufgewärmte Buttercreme unter die Rest-Creme.
Wie lange ist selbst gemachte Donauwelle haltbar?
Vom Blechkuchen ist noch etwas übrig? Im Kühlschrank bleibt die klassische Donauwellen 2–3 Tage frisch. Am dritten oder vierten Tag kann es passieren, dass die Buttercreme grisselig wird, weil sie zu viel Wasser zieht und sich die Butter-Emulsion auflöst. Sie schmeckt dann zwar noch, sieht aber nicht mehr appetitlich aus.
Zur Aufbewahrung solltest du den Donauwellenkuchen mit einer Folie oder unter einer Kuchenhaube abdecken, da die Creme Kühlschrankgerüche schnell aufnimmt.
Kann man Donauwelle einfrieren?
Für eine längere Haltbarkeit kannst du die Donauwellen problemlos einfrieren. Den Kuchen dafür in Stücke schneiden und portioniert in Gefrierbeutel verpacken. Im Tiefkühlfach halten sich Donauwellen bis zu 3 Monate.
Zum Auftauen solltest du den gefrorenen Kuchen über Nacht vom Gefrierfach in den Kühlschrank räumen. So kann sich die Buttercreme schonend akklimatisieren. Nimm sie 15 Minuten vor dem Servieren heraus, um sie auf Zimmertemperatur zu bringen. Dadurch schmeckt sie aromatischer.
Wie lässt sich die Donauwelle sauber anschneiden?
Das Kokosfett im Guss hält die Kuvertüre geschmeidiger und verhindert, dass die Schokoladenschicht sofort beim Anschneiden bricht. Splittern kann die Schokolade aber dennoch. Statt mehr Fett in die Kuvertüre zu mischen (das würde nicht schmecken), kannst du dir hier mit dem Messer-Trick helfen:
Erwärme das Kuchenmesser vor dem Anschneiden unter heißem Wasser. Anschließend abtrocknen. Durch die Wärme gleitet das Messer besser durch den Schokoguss und schneidet die Donauwelle in saubere Stücke.
Warum heißt die Donauwelle Donauwelle?
Die Donauwelle ist zwar nach der Donau benannt, stammt aber nicht zwingend aus der Flussregion. Stattdessen spiegelt der Kuchen lediglich den Wellengang. Einmal im zweifarbigen Teig, der durch die eingesunkenen Kirschen nicht gerade, sondern wellenförmig verläuft. Zum anderen durch das charakteristische Wellenmuster, das mit einem Teigkamm (oder einem Schaschlikspieß bzw. Zahnstocher) in den noch feuchten Schokoguss gezeichnet wird.
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