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Wie früher bei Oma

Klassische Donauwelle mit Kirschen und Buttercreme

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Video: ShowHeroes für LECKER @ Bauer Media Group

Die Donauwelle gehört zu meinen absoluten Lieblingskuchen, weil sie durch die Marmorkuchen-Basis, die süß-sauren Kirschen und die fluffige Buttercreme unvergleichlich saftig ist. Außerdem erinnert sie mich immer an die freien Sonntage als Kind, wenn es nach dem Spaziergang ein großes Stück Donauwelle gab.

Bei uns zu Hause ist die Donauwelle ein klassischer Feiertagskuchen. Schließlich handelt es sich bei dem Kultkuchen von Oma um eine waschechte Torte – wenn auch ganz flach gehalten. Als Blechkuchen reicht die Donauwelle locker für eine 5-köpfige Familie und mehrere Tage. Denn die Creme macht ordentlich satt und bleibt im Kühlschrank lange frisch.

Mit unserem Donauwellen-Rezept kannst du den Klassiker ganz einfach nachbacken. Dazu liefern wir praktische Tipps, mit denen du auch die Buttercreme-Hürde meisterst. Du brauchst eigentlich nur etwas Geduld, dann ist die Torte ein Klacks!

  • Zubereitungszeit:
    55 Min.
  • Wartezeit:
    305 Min.
  • Niveau:
    fortgeschritten

Zutaten

Stücke
Für den Teig:

1 Glas (720 ml) Kirschen

250 g zimmerwarme Butter

1 Pck. Vanillezucker

225 g Zucker

5 Eier (Gr. M)

350 g Mehl

1 Pck. Backpulver

3 EL Milch

2 TL Backkakao

Für die Buttercreme:

1 Pck. Puddingpulver Vanille-Geschmack (für 1/2 l Milch; zum Kochen)

50 g Zucker

440 ml Milch

250 g zimmerwarme Butter

Für den Guss:

300 g Zartbitter-Kuvertüre

20 g Kokosfett

Zubereitung

1

Für den Teig Kirschen in einem Sieb abtropfen. Zimmerwarme Butter, Vanillezucker und Zucker mit den Schneebesen des Handrührgerätes cremig rühren. Eier nacheinander unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit Milch unter den Teig rühren.

Fünf Eier werden aus einer Schüssel zum hellen Rührteig in eine weiße Rührschüssel gegeben und mit den Schneebesen eines Handrührgeräts untergerührt.
Die Eier sollten Zimmertemperatur haben und am besten einzeln untergerührt werden, damit der Donauwellen-Teig voluminöser wird. Foto: LECKER @ Bauer Media Group
2

Hälfte des Teiges auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech bzw. die Fettpfanne des Backofens (ca. 42 x 29 cm) streichen. Unter die andere Teig-Hälfte den Kakao rühren. Den dunklen Teig in Klecksen auf den hellen Teig geben und ebenfalls verstreichen. Kirschen gleichmäßig darauf verteilen und leicht in den Teig drücken. Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175 °C/Umluft: 150 °C) 25–30 Minuten backen.

Eine Hand drückt einzeln die abgetropften Kirschen aus dem Glas in die dunkle Kakaoschicht der Donauwelle.
Wichtig ist, dass die Kirschen gut abgetropft sind, damit der Donauwellen-Teig keine Feuchtigkeit zieht und matschig wird. Foto: LECKER @ Bauer Media Group
3

Für die Buttercreme inzwischen Puddingpulver, Zucker und ca. 6 EL Milch glatt rühren. Restliche Milch aufkochen, von der Herdplatte ziehen, Puddingmilch einrühren und nochmals 1 Minute kochen lassen. In eine Schüssel geben, die Oberfläche mit Frischhaltefolie bedecken und auskühlen lassen.

Mit einem Schneebesen wird die verflüssigte Puddingmilch in einen Topf mit kochender Milch gerührt.
Das Puddingpulver leicht verflüssigt in die heiße Milch geben, damit sich weniger Klümpchen bilden. Foto: LECKER @ Bauer Media Group
4

Kuchen aus dem Backofen nehmen und auskühlen lassen. Zimmerwarme Butter für die Creme mit den Scheebesen des Handrührgerätes cremig weiß aufschlagen. Zimmerwarmen Pudding kurz durchrühren und esslöffelweise unter Rühren zur Butter geben. Wichtig: Butter und Pudding müssen die gleiche Temperatur haben! Buttercreme auf den Kuchen streichen und an einem kühlen Ort ca. 3 Stunden fest werden lassen.

Mit den Schneebesen des Handrührgeräts wird in einer metallischen Rührschüssel die helle Buttercreme für die Donauwelle angerührt.
Damit sich Butter und Puddingmasse gleichmäßig verbinden, sollten sie die gleiche Temperatur haben. Foto: LECKER @ Bauer Media Group
5

Für den Guss Kuvertüre grob hacken. Kuvertüre und Kokosfett in einer Schüssel auf einem warmen Wasserbad schmelzen. Kuvertüre ca. 15 Minuten abkühlen lassen, dann auf den Kuchen streichen. Mit einem Tortenkamm oder einer gezackten Teigkarte wellenartige Streifen durch die Kuvertüre ziehen. Nochmals ca. 30 Minuten kühl stellen, bis die Schokoladenglasur fest ist.

Eine Hand streicht mit einer gezackten Teigkarte über die noch feuchte Kuvertüreschicht auf der Donauwelle und hinterlässt ein charakteristisches Wellenmuster
Durch das Kokosfett bleibt die Kuvertüre lang genug geschmeidig, um mit der gezackten Teigkarte das charakteristische Wellenmuster in den Schokoguss zu zeichnen. Foto: LECKER @ Bauer Media Group

Nährwerte

Pro Stück

  • 317 kcal
  • 5 g Eiweiß
  • 19 g Fett
  • 33 g Kohlenhydrate
Kirschen leicht bemehlen

Nach dem Abtropfen wende ich die Kirschen für Donauwelle in 1–2 TL Mehl oder Speisestärke. Das bindet weitere Flüssigkeit und hilft, dass der Kuchen bei längerer Aufbewahrung nicht so schnell durchweicht.

Zusätzlich sorgt das Mehl bzw. die Stärke dafür, dass die Kirschen besseren Halt im Teig finden und oben bleiben, statt nach unten zu sinken. Das sorgt für eine schönere Wellenoptik durch die ungleich eingesunkenen Kirschen an der Oberfläche.

So gelingt die Buttercreme garantiert

  • Gleiche Temperatur: Damit die Buttercreme nicht gerinnt, müssen Butter und Puddingmilch beide Raumtemperatur haben. Die Butter sollte dafür weich, aber noch standfest sein.

  • Langsam arbeiten: Rühr die Puddingmilch nicht auf einmal, sondern nach und nach unter die heiße Milch. So flockt die Buttercreme nicht aus und bleibt schön glatt.

  • Auskühlen lassen: Bevor du die Buttercreme auf dem gebackenen Teig verteilst, muss der Kuchen komplett ausgekühlt sein. Sonst kann es passieren, dass die Creme schmilzt.

  • Abkühlen lassen: Auch die Kuvertüre solltest du nach dem Schmelzen lauwarm abkühlen lassen, ehe du sie auf die Buttercreme gibst. Dann klappt das Wellenmuster auch leichter.

SOS-Tipps bei geronnener Buttercreme

Ist das Unglück passiert und die Buttercreme für die Donauwelle geronnen, helfen dir die folgenden Tipps. Dabei solltest du zunächst prüfen, ob die Buttercreme zu kalt (grisselig ausgeflockt) oder zu warm (Fett und Flüssigkeit getrennt) ist.

  1. Zu kalte Buttercreme schonend über einem warmen Wasserbad erwärmen und danach noch einmal kräftig aufschlagen.

  2. Zu warme Buttercreme ca. 15 Minuten kalt stellen und dann erneut krätig aufschlagen.

Im Zweifel kann die Impf-Methode helfen. Dafür wärmst du nur 2–3 EL der Buttercreme überm Wasserbad auf und rührst die aufgewärmte Buttercreme unter die Rest-Creme.

Vom Blechkuchen ist noch etwas übrig? Im Kühlschrank bleibt die klassische Donauwellen 2–3 Tage frisch. Am dritten oder vierten Tag kann es passieren, dass die Buttercreme grisselig wird, weil sie zu viel Wasser zieht und sich die Butter-Emulsion auflöst. Sie schmeckt dann zwar noch, sieht aber nicht mehr appetitlich aus.

Zur Aufbewahrung solltest du den Donauwellenkuchen mit einer Folie oder unter einer Kuchenhaube abdecken, da die Creme Kühlschrankgerüche schnell aufnimmt.

Für eine längere Haltbarkeit kannst du die Donauwellen problemlos einfrieren. Den Kuchen dafür in Stücke schneiden und portioniert in Gefrierbeutel verpacken. Im Tiefkühlfach halten sich Donauwellen bis zu 3 Monate.

Zum Auftauen solltest du den gefrorenen Kuchen über Nacht vom Gefrierfach in den Kühlschrank räumen. So kann sich die Buttercreme schonend akklimatisieren. Nimm sie 15 Minuten vor dem Servieren heraus, um sie auf Zimmertemperatur zu bringen. Dadurch schmeckt sie aromatischer.

Das Kokosfett im Guss hält die Kuvertüre geschmeidiger und verhindert, dass die Schokoladenschicht sofort beim Anschneiden bricht. Splittern kann die Schokolade aber dennoch. Statt mehr Fett in die Kuvertüre zu mischen (das würde nicht schmecken), kannst du dir hier mit dem Messer-Trick helfen:

Erwärme das Kuchenmesser vor dem Anschneiden unter heißem Wasser. Anschließend abtrocknen. Durch die Wärme gleitet das Messer besser durch den Schokoguss und schneidet die Donauwelle in saubere Stücke.

Die Donauwelle ist zwar nach der Donau benannt, stammt aber nicht zwingend aus der Flussregion. Stattdessen spiegelt der Kuchen lediglich den Wellengang. Einmal im zweifarbigen Teig, der durch die eingesunkenen Kirschen nicht gerade, sondern wellenförmig verläuft. Zum anderen durch das charakteristische Wellenmuster, das mit einem Teigkamm (oder einem Schaschlikspieß bzw. Zahnstocher) in den noch feuchten Schokoguss gezeichnet wird.