Kresse - Power-Kraut für die Fensterbank

Kresse gehört zu den nährstoffreichsten Kräutern überhaupt! In ihren Samen und Sprossen steckt enorm viel Power, mit der du leckere Gerichte verfeinern und deiner Gesundheit etwas Gutes tun kannst. Alle Infos zu Merkmalen, Inhaltsstoffen und Aussaat auf einen Blick:

Kresse Warenkunde: Kresse in der Küche
Grün und kraftvoll: Kresse ist ein echter Allrounder in der Küche Foto: LECKER @ Bauer Media Group
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Welche Arten von Kresse gibt es?

Kresse (Lepidium) ist eine Gattung der Familie der Kreuzblütengewächse, die mehrere verwandte Arten hervorbringt:

Die in der Küche am häufigsten verwendeten Kressearten sind Gartenkresse (Lepidium sativum) und Brunnenkresse (Nasturtium officinale). Sie schmecken leicht scharf und herb-pikant, und erinnern an das Aroma von Senf und Rettich. Weniger verbreitet ist das Pfefferkraut (Lepidium latifolium), das ebenfalls zum Kochen verwendet werden kann. Es ist im Geschmack etwas intensiver. Kapuzinerkresse (Tropaeolum) wird aufgrund ihrer rot-gelben Blüten eher zu Dekorationszwecken genutzt. Ihre Blätter sind aber ebenfalls essbar und schmecken mild und aromatisch.

Darüber hinaus gibt es noch Shiso-Kresse, eine japanische Kresse mit einem intensiven, leicht pfeffrigen Geschmack. Sie gehört zur Familie der Lippenblütler.

Was ist der Unterschied zwischen Kresse und Brunnenkresse?

Brunnenkresse und Kresse sind unterschiedliche Pflanzen. Brunnenkresse ist zwar ebenfalls ein Kreuzblütengewächs, gehört jedoch einer eigenständigen Gattung (Brunnenkressen) an. Sie wächst, wie der Name schon vermuten lässt, vermehrt in Wassernähe.

Während Gartenkresse das ganze Jahr über erhältlich ist, wird Brunnenkresse nur von September bis Mai angeboten. Gartenkresse kann sowohl draußen als auch drinnen gesät werden, Brunnenkresse hingegen ist für eine Aussaat auf dem Fensterbrett nicht geeignet und sollte daher vorzugsweise im Freien gesät werden.

Wie kann ich Kresse selber ziehen?

Kresse selber zu ziehen, ist einfach und unkompliziert. Alles, was du benötigst, sind Kressesamen, ein geeignetes Anzuchtgefäß*, Wasser, Sonne und etwas Geduld. Nach etwa einer Woche solltest du erste Sprossen mithilfe einer Schere abernten können.

Kresse selber anbauen - so geht's:

In Blumentopf oder Anzuchtschale: Gefäß mit Blumenerde füllen, Samen darauf verteilen und mit Wasser befeuchten. Benutzt du ein Kressesieb*, werden die Sprossen direkt auf das Sieb getreut und benötigen keine Erde.

Auf Küchenpapier oder Watte: Teller oder Topf mit Papier oder Watte auslegen, gründlich befeuchten und Samen darauf verteilen.

Kresse hat es gerne feucht und sonnig: Platziere den Topf oder die Anzuchtschale daher am besten am Fensterbrett oder direkt im Garten. Achte darauf, dass der Boden regelmäßig bewässert wird, am besten mit einer Sprühflasche, damit du die zarten Blüten nicht kaputt machst und Staunässe vermeidest. Dies kann nämlich zu Schimmelbildung führen.

Wann kann ich Kresse säen?

Kresse Warenkunde: Gartenkresse in der Anzuchtschale
Gartenkresse kann ganz einfach auf dem Fensterbrett gezogen werden, Foto: LECKER @ Bauer Media Group

Drinnen, auf der Fensterbank, kannst du Kresse das ganze Jahr über aussäen. Möchtest du Samen im Freien säen, empfiehlt sich der Zeitraum zwischen Mai und September. Die Samen kannst du problemlos zwischen anderem Gemüse oder in Reihen aussäen. Drücke die Samen dabei nur leicht an, damit sie an der Oberfläche genügend Sonne zum Sprießen bekommen.  

Wo kann man Kressesamen kaufen?

Kressesamen findest du mittlerweile in Supermärkten und Bio-Läden, aber auch online*. Im Supermarkt gibt es für gewöhnlich auch fertige Gartenkresse in Schalen, die du direkt auf der Fensterbank platzieren und verwenden kannst. Bei regelmäßigem Bewässern und ausreichend Sonne können die Keimlinge sogar nachwachsen.

Wie wird Kresse verwendet?

Roh, gegart oder als Gewürz – Kresse kannst du in der Küche vielseitig verwenden. Von der Gartenkresse sind sowohl die Samen als auch die Wurzeln zum Verzehr geeignet, von der Brunnenkresse sollten lediglich die Blätter verzehrt werden. Aus den Samen von Gartenkresse kann zum Beispiel Speiseöl* hergestellt werden und die ausgekeimten Samen dienen als würzige Sprossen zum Verfeinern von Salaten, Suppen oder Brotaufstrichen. Unsere Rezeptvorschläge findest du weiter unten.

Im Falle eines Nährstoffmangels oder zur Bekämpfung von Erkrankungen, werden Kressesamen oder –wurzeln auch oftmals in Form von Extrakt oder Pulver konsumiert.

Was kann ich mit Kresse alles machen?

Kresse verfeinert unglaublich viele Speisen. Eins der bekanntesten Gerichte ist die Frankfurter Grüne Soße, die ohne das gesunde Kraut nur halb so lecker wäre. Auf Eierspeisen ist Kresse außerdem ein beliebtes Topping und zum würzigen Verfeinern von Kräuterquark, Gemüse, Salaten und Suppen ideal! Lass dich inspirieren:

Welche Nährstoffe und Vitamine enthält Kresse?

Kresse ist ein reiner Nährstoff-Booster! Sie versorgt den Körper mit reichlich Eisen, Calcium und den Vitaminen A und C, und unterstützt bei der Folsäureversorgung. Außerdem verhindern die in der Kresse enthaltenen Senföle (Isothiocyanate), dass zu viel Jod in die Schilddrüse gelangen kann – Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion können so gemildert werden.

Warum ist Kresse so gesund?

Kresse verleiht vielen Speisen nicht nur eine feine Würze, das rohe Kraut gilt vor allem im vorderen Orient seit Jahrtausenden als gesundheitsförderndes Naturheilmittel. In der ayurvedischen Heilkunst wird es zum Beispiel auch bei Muskelschmerzen oder Verdauungsproblemen eingesetzt.

Außerdem kann Kresse bei regelmäßigem Verzehr …

  • … den Körper entgiften: durch entwässernde Wirkung werden Schadstoffe aus dem Körper gespült
  • … Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen: Kresse wirkt als Blutverdünner
  • … Erkältungsbeschwerden lindern: Kresse hat eine antioxidative Wirkung und hilft z. B. auch bei Kopfschmerzen
  • … ein gesundes Hautbild fördern: als Paste aus zerstampften Kressesamen und Wasser kann sie sogar akute Hautreizungen lindern

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