Vergiss Sirup! Frittierte Holunderblüten sind das Highlight der Saison
Die genannten Produkte wurden von unserer Redaktion persönlich und unabhängig ausgewählt. Beim Kauf in einem der verlinkten Shops (Affiliate Link bzw. mit Symbol) erhalten wir eine geringfügige Provision, die redaktionelle Selektion und Beschreibung der Produkte wird dadurch nicht beeinflusst.
Vielleicht hast du sie beim letzten Spaziergang schon entdeckt: An Waldrändern, Feldwegen oder Böschungen leuchten sie dir gerade entgegen – die ersten Holunderblüten stehen in voller Blüte!
Von Ende Mai bis Anfang Juli duftet es überall herrlich süß, bevor im Spätsommer die Beeren erntereif sind. Jetzt ist also die perfekte Zeit, die zarten Blütendolden zu pflücken.
Frisch gesammelt lassen sie sich wunderbar verarbeiten: Klassiker wie Holunderblütensirup oder Holunderblütengelée kennen die meisten. Aber hast du schon einmal knusprig ausgebackene Holunderblüten probiert?
Unser Rezept für frittierte Holunderblüten in einem Teig aus Mehl, Eiern und Weißwein ist supereinfach gemacht – und ein echter Geheimtipp für alle, die den feinen Blütengeschmack mal ganz neu genießen wollen. Außen goldbraun und knusprig, innen zart und aromatisch, dazu noch ein selbstgemachtes Rhabarberkompott – so schmeckt der Frühsommer!
Zutaten
150 g Mehl
2 Eier (Gr. M)
250 ml trockener Weißwein
2-3 EL Zucker
Salz
8 Holunderblütendolden
1 l Öl zum Frittieren
Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung
Mehl, Eier, Wein, Zucker und 1 Prise Salz mit den Schneebesen des Rührgeräts glatt rühren. Teig ca. 30 Minuten ausquellen lassen.
Holunderblütendolden ausschütteln und evtl. ganz vorsichtig waschen. Auf Küchenpapier gut abtropfen lassen. Öl in einem großen Topf oder einer Fritteuse auf ca. 175 °C (Stäbchenprobe) erhitzen.
Blütendolden nacheinander in den Teig tauchen, etwas abtropfen lassen und portionsweise im heißen Öl 2–3 Minuten goldgelb ausbacken. Herausnehmen und kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen. Holunderblüten mit Puderzucker bestäuben (Stiele nicht mitessen). Dazu schmeckt Rhabarberkompott.
Nährwerte
Pro Portion
- 498 kcal
- 9 g Eiweiß
- 29 g Fett
- 41 g Kohlenhydrate
Erlaubt ist, was in den Korb passt
Kleine Mengen für den eigenen Bedarf darfst du ganz offiziell sammeln – das regelt die sogenannte Handstraußregel (§ 39 Abs. 3 Bundesnaturschutzgesetz). Sie gilt sowohl für Holunderblüten als auch für die späteren Beeren. Also: Pflücken für Küche & Sirup ist absolut okay!
Vorsicht vor giftigen Doppelgängern
Gefleckter Schierling oder Zwerg-Holunder sehen dem Schwarzen Holunder zwar ähnlich, riechen aber unangenehm. Im Gegensatz zu Holunder, der angenehm süßlich duftet. Merke dir: Nur sammeln, was du eindeutig bestimmen kannst, nur dann bist du auf der sicheren Seite.
Der perfekte Zeitpunkt zum Pflücken
Am besten ziehst du vormittags an einem trockenen, sonnigen Tag los. Dann ist der Morgentau bereits verschwunden und die Blüten sind schön aromatisch. Ideal ist es außerdem, wenn es in den zwei Tagen zuvor nicht geregnet hat. Denn Regen wäscht den feinen Blütenstaub aus – und genau der sorgt später für den typischen Holunderduft und -geschmack.
Bitte nicht zupfen
Nicht einzelne Blüten abzupfen, sondern mit einem scharfen Messer oder einer Schere ganze Dolden abschneiden. Setze den Schnitt dort an, wo sich der Stiel in die kleinen Blütenarme verzweigt. So bleibt alles schön kompakt.
Nur voll aufgeblüht ist lecker
Ernte ausschließlich Dolden mit komplett geöffneten Blüten – nur sie sind herrlich duftend und aromatisch. Und bitte nicht direkt am Straßenrand pflücken, denn dort können Schadstoffe die Blüten belasten.
Ab in den Korb
Transportiere die zarten Blüten am besten in einem Korb, ausgelegt mit einem Tuch. So bleiben die feinen Pollen erhalten. Plastiktüten sind tabu – darin beginnen die Blüten schnell zu schwitzen und verderben.
Bloß nicht gründlich waschen!
So verlockend es ist, Holunderdolden solltest du nicht unter Wasser halten. Dabei geht nämlich der feine Blütenstaub verloren, der für das unverwechselbare Aroma sorgt. Stattdessen die Dolden einfach sanft ausschütteln oder vorsichtig abklopfen. So verabschieden sich kleine Insekten ganz von allein.
















