Ahornsirup – der süße Dicksaft aus Kanada

Roxanna Kaufmann

Ob Pancake, Rippchen oder Tee, Ahornsirup versüßt jedes Gericht - und das mit nur wenigen Löffeln. Dank vieler Mineralien und weniger Kalorien kann der goldbraune Saft getrost Zucker auf dem Speiseplan ersetzen. Und für Veganer ist Ahornsirup eine tolle Alternative zu Honig.

Ahornsirup
Das kanadische Gold: Ahornsirup hat weniger Kalorien als Honig, Foto: showcake/iStock
Inhalt
  1. Wie wird Ahornsirup hergestellt?
  2. Wo kann ich Ahornsirup kaufen?
  3. Was bedeutet der Grad beim Ahornsirup?
  4. Was kann ich mit Ahornsirup kochen und backen?
  5. Ist Ahornsirup ein gesunder Zuckerersatz?
  6. Wie sollte ich Ahornsirup lagern?
  7. Kann ich Ahornsirup einfrieren?
 

Wie wird Ahornsirup hergestellt?

Ahornsirup wird aus dem Pflanzensaft von Ahornbäumen gewonnen, die 30 bis 40 Jahre alt sind. Dafür werden die Stämme im Frühjahr angezapft und der gewonnene Saft durch mehrfaches Kochen eingedickt. Um 1 Liter Ahornsirup herzustellen, braucht es 40 Liter von dem Pflanzensaft. Der Hauptproduzent von Ahornsirup ist Kanada, doch auch in den nordöstlichen Bundesstaaten der USA befinden sich große Ahornbaumflächen.

 

Wo kann ich Ahornsirup kaufen?

Auch wenn Ahornsirup ein Importprodukt ist, gehört er mittlerweile ins Standardsortiment vieler Supermärkte und Drogerien. Der Preis für 250 ml Ahornsirup (Grad A) liegt bei 2,99 Euro aufwärts. Beim Kauf solltest du allerdings darauf achten, dass es sich um 100 Prozent reinen Ahornsirup handelt. Denn häufig wird der Sirup zusätzlich mit Zuckerwasser gestreckt. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe verschafft Klarheit. Am besten greifst du zu hochwertigen Bio-Marken. Da kannst du sicher sein, dass das Produkt frei von Pestiziden und Kunstdüngern ist. Außerdem zapfen Bio-Farmen nur 40 Liter Saft pro Ahornbaum ab, während auf konventionellen Ahorn-Plantagen bis zu 120 Liter aus einem Stamm geschöpft werden. Das kann jedoch die Bäume nachhaltig schädigen.

 

Was bedeutet der Grad beim Ahornsirup?

Mit der Graduierung von A bis C wird die Qualität des Ahornsirups klassifiziert. Früh geernteter Ahornsirup gilt als Spitzenprodukt und wird mit A gekennzeichnet. Er ist bernsteinfarben und hat einen milden, karamellartigen Geschmack. Je länger der Ahornsirup reift, desto dunkler und kräftiger wird er im Geschmack. Daher ist Ahornsirup mit dem Grad C dunkler, eher rotbräunlich und hat ein sehr intensives, würziges Aroma. Ahornsirup, der hierzulande verkauft wird, hat meistens den Grad A oder C.

 

Was kann ich mit Ahornsirup kochen und backen?

Grundsätzlich kannst du Ahornsirup überall dort verwenden, wo dir nach dem karamelligen Geschmack ist – vom Frühstück übers Mittagessen bis zum süßen Dessert. Selbst deinen Tee kannst du mit dem Sirup versüßen. Auch Honig oder anderen Zucker in Rezepten, kannst du mit dem kanadischen Sirup ersetzen. Allerdings solltest du beim Backen mit Ahornsirup darauf achten, dass du auch die anderen Flüssigkeiten reduzierst, damit der Teig nicht zu flüssig wird. Da Ahornsirup einen kräftigen Eigengeschmack hat, lohnt es sich, wenn du vorab überlegst, ob der Sirup mit den anderen Zutaten harmoniert. Ansonsten gibt Ahornsirup deinen herzhaften Salaten eine süße Note, eignet sich als Marinade von Spare Ribs und gibt der Honig-Senf-Soße eine leckere Würze.

Rezepte

 

Ist Ahornsirup ein gesunder Zuckerersatz?

In Ahornsirup stecken viele Mineralien und Antioxidantien - sogar mehr Eisen, Zink, Magnesium und Calcium als in Honig. Außerdem liegt Ahornsirup mit 260 Kilokalorien pro 100 Gramm unter dem Kaloriengehalt von Honig, Agavendicksaft und anderen Zuckerarten. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass Ahornsirup eine vegane Alternative zu Honig ist, denn für seine Herstellung wird keine tierische Hilfe benötigt. Dennoch: Ahornsirup bleibt ein zuckerhaltiges Lebensmittel, das zu etwa 60 Prozent aus Zucker besteht – größtenteils aus Saccharose, also herkömmlichem Zucker. Daher lieber sparsam einsetzen. Das schont nicht nur die Waage, sondern auch deine Zähne. Da Ahornsirup ohnehin süßer ist als Haushaltszucker, sollte er nicht 1:1 im Rezept ersetzt werden – außer du stehst auf totale Süße. Als Faustregel gilt: ½ EL Ahornsirup für 1 EL Zucker.

Rezepte

 

Wie sollte ich Ahornsirup lagern?

Am besten solltest du den goldbraunen Sirup kühl und dunkel lagern. Dann hält sich Ahornsirup bis zu zwei Jahre. Nach Anbruch der Flasche gilt: ab in den Kühlschrank! So setzt sich kein Schimmel an und du kannst deine Gerichte noch mehrere Monate damit versüßen.

 

Kann ich Ahornsirup einfrieren?

Angebrochener Ahornsirup verliert mit der Zeit sein Aroma. Das liegt daran, dass er mit Luft in Berührung kommt, wodurch sich nicht nur der Geschmack verändert, sondern auch die Farbe trüber wird. Da nur geringe Mengen beim Kochen und Backen gebraucht werden, kannst du einen Teil des Sirups einfrieren. Achte dabei darauf, dass du den Ahornsirup luftdicht verschließt. Am besten eignen sich kleine Gläser oder Flaschen mit Schraub- oder Bügelverschluss. Sobald der Rest im Kühlschrank aufgebraucht ist, den Nachschub auftauen lassen.

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