Fasten - 3 Wege, um den Körper zu entgiften

Fasten
Steht ganz oben auf dem Fasten-Plan: Viel trinken, Foto: Shutterstock / GreenArt Photography

Das Fasten wird schon seit Jahrtausenden zur Reinigung und Entschlackung des Körpers eingesetzt. Dabei soll der Körper zur Ruhe kommen und von Rest- und Giftstoffen befreit werden. Wir stellen dir die drei gängigsten Fasten-Methoden vor.

Fasten bedeutet, Körper und Geist zu reinigen, den Organismus durch die reduzierte Nahrungsaufnahme zu entgiften und sich ganz auf sich selbst zu konzentrieren. Der Körper stellt seinen Stoffwechsel um und greift auf Fettreserven zurück.

 

Welche Rolle spielt das Entschlacken?

Im Zusammenhang mit dem Fasten fallen häufig die Begriffe Entschlackung, Entsäuerung und Entgiftung. Hier teilen sich die Meinungen. Einige Experten stufen diese Prozesse als wissenschaftlich nicht begründbar ein. Ihrer Ansicht nach werden nicht verwertbare Stoffwechselprodukte durch die Nieren ausgeschieden, „Schlacken“ gebe es im Körper nicht.

Verfechter der Fasten-Theorie halten dagegen, dass diese Ausscheidung durch ungesunde Ernährung oder andere Belastungen von außen gestört sein kann und zum Beispiel Medikamentenrückstände, Gift-, Farb- oder Konservierungsstoffe erst beim Fasten vollständig ausgeschwemmt werden.

 

Die verschiedenen Fasten-Methoden

Beim Fasten gibt es verschiedene Varianten. Je nachdem, welches Ziel man erreichen will und am besten nach ärztlicher Untersuchung, sollte man sich für eine der Formen entscheiden.

 

1. Heilfasten

Das Heilfasten wird zur Heilung oder Vorbeugung bestimmter Krankheiten eingesetzt. Dazu zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Migräne, Allergien, Hautkrankheiten oder auch psychisch bedingte Erkrankungen.

Brennesseltee
Brennesseltee gehört beim Fasten zu den erlaubten Getränken, Foto: manuel_adorf/iStockphoto

Beim Heilfasten werden nur Mineralwasser, ungesüßter Tee und mit viel Wasser gemischte Säfte zu sich genommen. Auch klare Gemüsebrühe ist teilweise erlaubt. Zusätzlich werden manchmal Mineralstoff- und Vitaminpräparate verabreicht. Um die Entgiftung des Körpers zu unterstützen, wird eine Darmreinigung empfohlen. Diese kann durch Einläufe oder Einnahme von Abführpräparaten wie Glaubersalz erfolgen.

 

Fasten heißt auch zur Ruhe kommen

Die Ernährung beim Heilfasten liefert dem Körper zwar keine Energie, dafür wird jedoch auch der Stoffwechsel weniger stark beansprucht. Da das Heilfasten für den Körper eine Art Extremsituation darstellt, ist es ganz normal, dass man sich in den ersten Tagen schlapp, gereizt oder unwohl fühlt. Auch Kopfschmerzen und Frieren können als Nebenwirkungen auftreten. Wer kann, sollte sich deshalb während des Heilfastens viel Ruhe gönnen und das Fasten möglichst nicht während einer normalen Arbeitswoche durchführen. 

Das Heilfasten sollte am besten von einem Arzt beaufsichtigt und nur über einen begrenzten Zeitraum (bis zu vier Wochen) durchgeführt werden, da bei einer Mangelernährung immer Risiken bestehen.

 

2. Basenfasten

Basenfasten
Mit Wurzelgemüse kann man beim Basenfasten nichts falsch machen, Foto: Olga Miltsova/Alamy Stock Photo

Beim Basenfasten geht es darum, den Säure-Basen-Haushalt des Körpers wieder in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen. In Zellen und Gewebe unseres Körpers ist der richtige pH-Wert notwendig, damit der Stoffwechsel optimal ablaufen kann. Normalerweise sorgen unsere Zellen dafür, das störanfällige Säure-Basen-Gleichgewicht in Balance zu halten.

 

So gerät der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht

Llerdings können Alkohol, Medikamente Süßigkeiten oder Fleisch zu einer Übersäuerung des ganzen Körpers führen. Eine Übersäuerung kann Ernährungswissenschaftlern zufolge die Ursache für Magen-Darm-Störungen, Konzentrationsschwäche, Müdigkeit oder Störungen der Leber- und Gallenfunktion sein. 

Das Gute am Basenfasten: Auf feste Nahrung muss nicht verzichtet werden. Stattdessen gilt es, säurebildende Lebensmittel zu vermeiden und basisch wirkende Lebensmittel verstärkt in den Speiseplan aufzunehmen.

 

Basenfasten - das ist erlaubt:

Zu den basisch wirkenden Lebensmitteln zählen vor allem Obst, Gemüse, Kräuter, Keimlinge, Nüsse und hochwertige Öle. Bei den Getränken sollte man sich auf nicht anregend wirkende Kräutertees und stilles Wasser beschränken.

 

Basenfasten - diese Lebensmittel solltest du meiden:

Vermeiden sollte man säurebildende Lebensmittel wie Fisch, Fleisch- und Wurstwaren, Milchprodukte, Teigwaren, Reis, Eier, Kaffee, Süßigkeiten sowie Weißmehl- und Vollkornprodukte. Auch kohlensäurehaltige Getränke sind, wie der Name schon nahelegt, nicht erlaubt.

 

3. Intervallfasten

Das Intervallfasten kann man auch als Fasten in Teilzeit bezeichnen. Dabei soll der Körper phasenweise Gelegenheit haben, ohne durch Verdauung abgelenkt zu sein, Fettressourcen abzubauen. In den Phasen der Nahrungsaufnahme kann ganz normal ohne große Einschränkungen gegessen werden. Die auch unter dem Namen intermittierendes Fasten bekannte Methode bietet dabei zwei Varianten:

  1. 5:2-Diät: An zwei Tagen in der Woche wird gefastet, an den übrigen fünf Tagen wie gewohnt gegessen. Diese eher radikale Methode ist im normalen Arbeitsalltag meist schwer umzusetzen.
  2. 16:8-Diät: Hier ist das Essen acht Stunden pro Tag erlaubt, 16 Stunden wird gefastet. Eine Möglichkeit wäre also, das Frühstück ausfallen zu lassen und zwischen 12 und 20 Uhr (also für acht Stunden) normal zu essen. Durch den Ausfall des Frühstücks oder des Abendessens lässt sich dieses Verfahren ohne größere Umstellungen in den Alltagsablauf integrieren, da die Ernährung nicht umgestellt werden muss. 

Bei beiden Varianten empfiehlt es sich, in den Phasen des Fastenbrechens gesund und ballaststoffreich zu essen, um Heißhungerattacken beim Fasten zu vermeiden. Das gilt auch für die Getränke. Wie wäre es zum Beispiel mit gesunden grünen Smoothies

 

Fasten - was solltest du beachten?

Richtig durchgeführt kann Fasten Leib und Seele zu neuem Wohlbefinden verhelfen, als Dauerkost ist es allerdings nicht geeignet. Wer wirklich abnehmen will, sollte das Fasten nur als Einstieg in eine grundlegende Umstellung der Ernährung nutzen. Ansonsten droht der Jojo-Effekt.

 

Für wen ist das Fasten nicht geeignet?

Für Menschen, die unter einer Leber- oder Niereninsuffizienz leiden, Schwangere und Stillende sowie Untergewichtige ist Fasten tabu.

Leckere Tees für einen abwechslungsreichen Fasten-Plan:

 

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