Selbstgemachter Fastentee - welche Kräuter helfen wirklich?

Spezielle Fastentees unterstützen den Körper in der entbehrungsreichen, aber gesunden Zeit des Fastens. Wer sich die Kräuter individuell zusammenstellt, kann genau die richtige Mischung für sich finden. Wir erklären, wie man Fastentee richtig anwendet und welche Kräuter wie wirken.

Fastentee
Selbst gemachte Tee-Aufgüsse mit verschiedenen Heilkräutern können den Fastenprozess unterstützen und verstärken, Foto: tycoon101, Fotolia.com

 

Fasten - mit dem richtigen Tee klappt es besser

In der Fastenzeit gilt es, Körper und Geist zu reinigen. Viele halten sich dabei an die alten kirchlichen Vorgaben zur Fastenzeit: 40 Tage lang soll auf Fleisch und Alkohol verzichtet werden, auch Kaffee und Süßigkeiten sind gestrichen. Allgemein sollen während der Fastenzeit leichte Speisen auf dem Tisch stehen.

Aber auch wer am Aschermittwoch voller Motivation in die Fastenzeit startet, kann zwischendrin mal an Elan verlieren. Die Energie ist verschwunden, der Magen sehnt sich nach fetten Speisen, und schon beim Geruch von knusprigem Fett läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Zum Glück gibt es Hilfsmittel, die das Durchhalten beim Fasten vereinfachen.

Dazu gehören bestimmte Kräuter, die als Tee aufgegossen werden und dem Körper helfen, das Fasten besser zu verkraften. Einige haben eine entgiftende Wirkung, andere beleben den Kreislauf oder regen die Verdauung an – diese kann während des Fastens nämlich schon mal aus dem Takt geraten. Was viele nicht wissen: Frisch aufgegossene Kräuter, die selbst zusammengestellt werden, haben oft einen besseren Effekt, als fertiger Tee im Beutel. Und in frischem, selbst kombiniertem Tee kann man genau die Kräuter verwenden, die einem besonders gut tun.

Welche Kräuter eignen sich für Fastentees?

Ja nachdem, welcher Effekt erzielt werden soll, kommen verschiedene Kräuter zur Anwendung. Man kann, was die Mischung und die Wirkung angeht, wenig falsch machen. Deshalb schadet es nicht, mit verschiedenen Fastentee-Aufgüssen zu experimentieren und für sich selbst die richtige Kombination zu finden. Ob schwacher Kreislauf oder träge Verdauung – mit den richtigen Kräutern wird das Fasten fast zum Kinderspiel.

Mate-Tee
Mate-Tee wirkt belebend

1. Fastentee gegen niedrigen Blutdruck:

Um den Kreislauf in Schwung zu bringen, können Mateblätter angewendet werden. Mit heißem Wasser übergossen wirken die Blätter nicht nur anregend und helfen somit beim Kaffee-Entzug. Der Mate- Aufguss kurbelt auch die Verdauung an und hilft bei der Entgiftung.

Wer fastet, leidet auch manchmal unter einem schwachen Kreislauf. Dagegen helfen Weißdornblüten. Die Blüten der Weißdorne stärken die Kontraktionskraft des Herzens und erweitern die Gefäße. So wird das Herz mit mehr Sauerstoff versorgt und der Blutdruck stabilisiert sich.

2. Fastentee gegen einen unruhigen Geist:

Allerdings kann Fasten auch einen gegenteiligen Effekt bewirken: Wenn die Gedanken ruhelos ums Essen und den Wunsch nach einer frisch aufgegossenen Tasse Kaffee kreisen, gerät der wohltuende Effekt des Fastens schnell in den Hintergrund. Auch hier helfen die richtigen Kräuter: Allen voran ist Lavendel dafür bekannt, eine beruhigende Wirkung zu haben. Allein sein Duft entspannt und wird in der Aromatherapie gegen innere Unruhe und Schlafstörungen verwendet.

Als Tee-Aufguss haben Lavendelblüten eine ähnlich beruhigende Wirkung. Wer den Geschmack zu aufdringlich findet, kann die Blüten mit Kamille und Melisse mischen. Auch diese Heilpflanzen haben einen entspannenden Effekt auf den Körper.

3. Fastentee zum Entgiften:

Beim Entgiften leisten vor allem unsere Nieren, die Leber und die Galle Höchstarbeit. Harn- und verdauungsanregende Fastentees helfen dem Körper dabei, die Giftstoffe schneller auszuschwemmen. Dabei kommen besonders Heilpflanzen wie die Mariendistel, Brennnessel, Löwenzahn und Rosmarin zum Einsatz.

Bei diesen abführend wirkenden Kräutern sollte allerdings beachtet werden, dass sie nicht über einen längeren Zeitraum (mehr als sechs Wochen) konsumiert werden, da der Körper sonst dehydrieren kann. Auch während des Fastens sollte immer auf einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt geachtet werden.

getrocknete Minzblätter
Minztee hilft bei Verdauungsproblemen und fastenbedingten Magenschmerzen, Foto: cirquedesprit, fotolia.com

4. Fastentee gegen Schmerzen:

Unser Körper ist im Normalfall daran gewöhnt, mehrmals am Tag mit ausreichend Nahrung versorgt zu werden. Kein Wunder, dass bei einem plötzlichen Versiegen der reichhaltigen Nahrungsquelle in unseren Organen die Alarmglocken zu klingeln beginnen. Das äußert sich gerade zu Beginn des Fastens häufig durch Schmerzen und Krämpfe in Magen und Darm. Hier kann Minze Wunder wirken. Als Aufguss getrunken, lindert sie Schmerzen und löst Krämpfe.

Einkaufstipp: Während des Fastens ist das Abwehrsystem des Körpers häufig geschwächt. Der Körper kann sich schlechter gegen Giftstoffe und Pestizide wehren, die durch Nahrung und Umwelt aufgenommen werden. Deshalb sollte man bei den Fastenkräutern darauf achten, diese nach Möglichkeit selbst zu pflücken oder aus biologischem Anbau zu kaufen (zum Beispiel aus dem Bioladen oder Reformhaus).

 

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