Veganuary 2026 – so startest du erfolgreich vegan
Ein guter Vorsatz fürs neue Jahr: Pflanzliche Ernährung ganz ohne Tierleid. Hier erfährst du, wie du startest und welche Tricks beim Durchhalten helfen.
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Zugegeben, es braucht keinen Jahreswechsel, um an der eigenen Ernährung etwas zu ändern. Der Veganuary ist allerdings ein guter Anreiz für den Start mit der rein pflanzlichen Ernährung. Veganuary heißt nicht nur die Aktion, sondern auch eine gemeinnützige Organisation, die jährlich zum veganen Januar aufruft.
Die Idee: Einen einfachen Einstieg schaffen. Denn wer einen Monat vegan lebt, hält vielleicht auch viele weitere Monate oder sogar Jahre durch.

Was spricht für vegane Ernährung?
Ich lebe seit etwa sechs Jahren komplett vegan und habe 2022 die Ausbildung zur Beraterin für vegane Ernährung abgeschlossen. Aus meinem Alltag und dem Gespräch mit vielen anderen vegan lebenden Menschen weiß ich, dass es die unterschiedlichsten Gründe gibt, um umzusteigen.
Einige davon haben mit dem Veganuary begonnen – die Organisation selbst spricht davon, dass Millionen Menschen seit 2014 mitgemacht haben. 2025 haben sogar 81 Prozent der Teilnehmer:innen einer Veganuary-Umfrage angegeben, dass sie den veganen Lebensstil über den Januar hinaus beibehalten wollen.
Gründe für vegane Ernährung sind vor allem:
Vermeidung von Tierleid: Wer komplett vegan lebt, versagt einer Industrie, die Tiere „nutzt“, die Unterstützung. Dabei achten vielen Veganer:innen nicht nur auf eine vegane Ernährung, sondern kaufen auch vegane Kleidung und setzen bei Kosmetika und in anderen Lebensbereichen auf vegane Produkte.
Umweltschutz: Die Massentierhaltung ist für einen großen Teil der Treibhausemissionen verantwortlich. Mit einer veganen Ernährung verursachst du somit weniger Treibhausgase als jemand, der oder die Fleisch, Milch und Eier konsumiert.
Welternährung: Um Nährstoffe aufzunehmen, braucht der menschliche Körper kein Fleisch. Und das, was Rinder, Schweine und Hühner im Trog haben, könnten wir auch direkt selbst essen. Soja, Mais und Getreide könnten direkt vom Acker auf unserem Teller landen – dann würden auch mehr Menschen satt werden.
Gesundheit: Auch wenn noch immer das Klischee gilt, dass Veganer:innen unterernährt sind, ist die Gesundheit ein weiterer Aspekt, der für vegane Ernährung spricht. Vegane Ernährung kann dabei helfen, bestimmten Krankheiten, wie Bluthochdruck oder Diabetes, vorzubeugen. Sogar Profisportler:innen setzen auf den Lebensstil und erreichen Höchstleistungen.
Erprobte Produkte: Meine Lieblinge im Veganuary und im Alltag
Als ich mich dazu entschieden habe, vegan zu leben – übrigens nicht im Veganuary – war es noch ziemlich schwierig, gute Ersatzprodukte zu bekommen. Zum Glück hat sich das mittlerweile geändert! Die Regale in den Supermärkten sind voll mit Alternativen zu Milch, Käse, Wurst und sogar Steak. Du musst also geschmacklich auf gar nichts verzichten.
Vegane Alternativen zu Milch für Veganuary-Kaffee
Starten wir mit Milchersatz: Im Milchregal meines Supermarktes gibt es so viel Auswahl, dass ich regelmäßig davorstehe und mich freue. Denn neben Soja- und Haferdrink, gibt es auch Kokos-, Mandel- und sogar Haselnuss-Varianten. Vieles auch als Barista-Version, mit Schoko- oder Vanille-Geschmack. Da ist für alle was dabei!
Ich hab' mich lange durchprobiert, um meine Favoriten zu finden und bin schlussendlich bei der Barista-Milch von Oatly gelandet. Die gibt's auch als Caramel oder sogar Popcorn-Variante. Lässt sich sehr gut aufschäumen und schmeckt nicht nur im Kaffee hervorragend.
Tipp: Ich hab' anfangs meine Hafermilch selbst hergestellt. Das geht ganz easy mit einem Nussmilchbeutel. Wer keine Zeit hat, die Milch selbst vorzubereiten, kann auch Hafermilchpulver kaufen und die Milch zuhause schnell anrühren.
Alternativ erledigt ein Pflanzenmilchbereiter die Arbeit für dich.
Vegane Käsealternativen
„Vegan? Vegetarisch kann ich mir ja vorstellen, aber auf Käse verzichten möchte ich nicht.“ Den Satz hab' ich so oft gehört. Und immer konnte ich antworten: „Musst du auch gar nicht.“ Denn es gibt mittlerweile wirklich tolle Käse-Ersatzprodukte. Ich hab' sie beinahe alle getestet und präsentiere hier meine Lieblinge.
Die Marke Simply V findest du auch im Kühlregal vieler Supermärkte. Während ich die Käsescheiben nicht so gern mag, liebe ich die Reibekäse-Alternative, verfeinert mit Mandel. Die eignet sich hervorragend zum Überbacken und ergibt mit Hefeflocken, Wein, Cashewmus und Brühe auch ein fantastisches veganes Käsefondue.
Hefeflocken eignen sich übrigens auch wunderbar, um käsigen Geschmack in Soßen zu bekommen. Aber: Vorsicht beim Dosieren!
Jay & Joy stellen hochwertige vegane Käsealternativen in Bio-Qualität her. Tatsächlich kann ich alle Produkte uneingeschränkt empfehlen. Mein Liebling: Der klassische vegane Bio Weichkäse aus Mandeln. Schmeckt wie Camembert!
Vegane Alternativen zu Fleisch, Fisch & Wurst
Ich war nie die große Fleischesserin und tatsächlich fehlt mir das am wenigsten. Daher setze ich weniger auf Ersatzprodukte und mehr auf Tofu, Tempeh und Seitan.
Allerdings gibt es einige Produkte, die sich auch bei mir bewährt haben. Dazu gehört das Sonnenblumenhack von Sunflower Family, das lecker und gesund ist und meine vegane Bolognese einfach perfekt macht.
In puncto Wurst schafft es bei mir die vegane Salami von Billie Green auf den Tisch – und das Knusperschnitzel von Vivera hat sogar schon den einen oder anderen Fleischessenden, der bei mir zu Gast war, überzeugt.
Vegane Alternativen zu Ei – Veganuary mit Omelette und Kuchen
Beim Backen setze ich konsequent auf Leinsamen-Ei. Einfach Leinsamen mit Wasser mischen und ab in den Kuchenteig. Funktioniert wunderbar! Für veganen Eischnee eignet sich Aquafaba – die Flüssigkeit aus der Kichererbsendose. Schmeckt kein bisschen nach Kichererbse, versprochen!
Wenn ich aber mal Lust auf Rührei oder Omelette habe, hau ich mir den Mein Omelette-Ersatz oder Mein Rührei-Ersatz von Biovegan in die Pfanne.
Süßer Veganuary mit veganen Alternativen
Good news: Es gibt eine ganze Menge Süßkram, der komplett vegan ist. Und das teilweise schon sehr lange. Die klassischen Manner Neapolitaner Waffeln oder Ritter Sport Marzipan sind schon immer vegan. Hat lange niemand gemerkt und es hat allen geschmeckt.
Ich hab' aber noch ein paar zusätzliche Schmankerl, die superlecker sind und Schokolade mit Milch oder Gummitieren mit Gelatine in nichts nachstehen.
Vegan kochen in geil – die besten Kochbücher zum Veganuary
Um gut vegan zu kochen, brauchst du nur drei Kochbücher – eins für die Grundlagen, eins für Süßes und eins zur Inspiration.
Vegan! Das Goldene von GU liefert dir alle Grundrezepte, mit denen du leckere Klassiker und moderne Küche vegan nachkochen kannst. Außerdem findest du hier Tipps, wie du Ei und andere tierische Produkte einfach ersetzen kannst.
Mit „Vegan für Gäste“ haben Tina Kraus und Gila Grün bei mir direkt ins Schwarze getroffen. Die Rezepte sind einfach, aber besonders und eignen sich wunderbar, um für Weihnachten oder Feiern zu kochen – sind aber auch sehr lecker, wenn du gar keine Gäste erwartest, sondern alles selbst futterst.
Das vegane Backbuch enthält 70 klassische Rezepte für jeden Anlass und beweist: Auch bei Kuchen und Keksen musst du auf nichts verzichten. Schwarzwälder Kirschtorte, Maulwurfkuchen oder Frischkäsetorte? Geht alles auch in vegan.
Du findest natürlich auch bei uns auf LECKER.de sehr gute vegane Rezepte – egal ob süß oder herzhaft und immer mit Geling-Garantie. Das sind meine Favoriten:
Tipps: So hältst du den Veganuary und darüber hinaus durch
Es wird dir anfangs vielleicht schwerfallen, komplett auf deine gewohnten Lieblingsspeisen und Produkte zu verzichten. Das ist absolut normal und ein Monat kann sich lang anfühlen, wenn du permanent darüber nachdenkst, was du alles nicht essen darfst. Sieh den Veganuary eher als eine kulinarische Reise und entdecke neue Geschmäcker. Es kann auch helfen, vegane Alternativen für die eigenen Lieblingsgerichte zu finden.
Grundsätzlich gilt: Sei freundlich im Umgang mit dir selbst. Wenn dein Ziel ist, dich dauerhaft vegan zu ernähren, du aber Schwierigkeiten hast, durchzuhalten, dann mach die Umstellung lieber Schritt für Schritt, als in einem Ruck. Ersetze einfach jede Woche ein neues Lebensmittel mit einer pflanzlichen Alternative.
Mir hat es auch sehr geholfen, gemeinsam mit anderen Menschen meine Ernährung umzustellen. Der Austausch mit anderen Veganer:innen war für mich super wertvoll und hat mich zusätzlich motiviert. Such dir Verbündete, um den Veganuary und viele weitere Monate durchzuhalten.




















