Honig - das süße Gold

Von Akazienhonig bis Waldhonig: Wir stellen euch die beliebtesten Honigsorten vor, zeigen euch Rezepte, die ohne Honig nur halb so lecker wären, und beantworten auch die Frage, ob Honig wirklich gesünder ist als Zucker.

Honigsorten
Honig gibt es in vielen verschiedenen Sorten von hell bis dunkel und flüssig bis fest., Foto: House of Food / Bauer Food Experts KG
Inhalt
  1. Wie entsteht eigentlich Honig?
  2. Warum gibt es flüssigen und festen Honig?
  3. Warum gibt es hellen und dunklen Honig?
  4. Die wichtigsten Honigsorten
  5. Was muss ich beim Kochen und Backen mit Honig beachten?
  6. Ist Honig wirklich gesünder als Haushaltszucker?
  7. Wie bewahre ich Honig am besten auf?
 

Wie entsteht eigentlich Honig?

Honig ist ein von Bienen erzeugtes Lebensmittel - und eigentlich Nahrungsmittel für den Bienen-Nachwuchs. Die Bienen nehmen Blütennektar, Honigtau oder Pflanzensäfte auf. Diese werden mit körpereigenen Sekreten der Bienen angereichert und in Waben gespeichert. Dort reift der Honig heran. Bei der Ernte ist der Honig klar und flüssig. Erst bei der Lagerung, je nach Sorte innerhalb von Tagen, wird der Honig fester.

 

Warum gibt es flüssigen und festen Honig?

Die Konsistenz der Honigmasse reicht von dünnflüssig über dickflüssig und cremig bis hin zu körnig kristallin und fest. Ob der Honig nun flüssig oder fest ist, lässt sich auf den Nektar zurückführen, aus dem er gewonnen wurde. Denn je nach Ursprungspflanze setzt sich der Honig zu unterschiedlichen Teilen aus den Zuckerarten Traubenzucker (Glukose) und Fruchtzucker (Fruktose) zusammen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Traubenzucker, desto fester der Honig.

 

Warum gibt es hellen und dunklen Honig?

Aussehen und Geschmack hängen vor allem vom Ursprung ab, also ob der Honig aus Blütennektar oder Honigtau gewonnen wurde. Blütenhonig ist hierbei heller und eher fester, der Geschmack ist süß. Waldhonig, der aus Honigtau gewonnen wird, ist meist flüssig und dunkler, außerdem herber im Geschmack.

 

Die wichtigsten Honigsorten

Honig
Oben: Akazienhonig, Unten: Heidehonig, Foto: House of Food / Bauer Food Experts KG
  • Akazienhonig, Kleehonig, Lindenhonig, Orangenblütenhonig, und Rapshonig: weiß bis hellgelb und mild im Geschmack
  • Heidehonig, Löwenzahnhonig und Sonnenblumenhonig: goldgelb bis rötlich und aromatisch
  • Kastanienhonig, Salbeihonig, Tannenhonig und Waldhonig: hellbraun bis fast schwarz und pikant bis würzig
  • Eukalyptushonig sticht mit seinem fruchtig-würzigem Geschmack heraus
  • Manuka-Honig aus Neuseeland ist besonders wertvoll. Er schmeckt sehr kräftig und cremig, hat aber auch eine leicht scharfe Note. Ihm werden zahlreiche Heilwirkungen nachgesagt und machen ihn somit zu einen der teuersten Honigsorten der Welt. Ein Kilo kann zwischen 140 – 200 € kosten.
 

Was muss ich beim Kochen und Backen mit Honig beachten?

Ob als Marinade beim Fleisch, als Klassiker in der Honig-Senf-Soße oder zum Süßen beim Backen – Honig kann vielfältig eingesetzt werden. Gemüse lässt sich beispielsweise gut mit der Süße des Honigs kombinieren. Aber auch in Salatdressings macht er sich gut, denn die Säure des Essigs stellt einen aromatischen Kontrast zum süßen Honig dar. Besonders gut schmeckt Honig in Kombination mit Ingwer, Vanille, Zimt und Mandeln. Gut zu wissen: Wenn du Honig erhitzt, verlieren wichtige Inhaltsstoffe und Enzyme ihre gesundheitsfördernde Wirkung. Schmecken tut er natürlich trotzdem noch.

 

Ist Honig wirklich gesünder als Haushaltszucker?

Ja, denn Honig besteht zwar genau wie Haushaltszucker aus den Bausteinen Glukose und Fruktose, Honig bringt aber außerdem noch weitere gesunde Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe mit. Je naturbelassener der Honig ist, desto mehr Vitalstoffe bleiben erhalten. Durchschnittlich enthält Honig zudem mehr Fruktose als Glukose – das ist wichtig zu wissen, denn Fruktose schmeckt viel süßer als Glukose und somit schmecken 10 g Honig auch viel süßer als 10 g Zucker. Außerdem erhöht Honig den Blutzuckerspiegel langsamer und verursacht dadurch weniger Schwankungen. Trotzdem ist Honig natürlich ein kalorienreiches Lebensmittel, dass du - wie alle Süßigkeiten - nur gelegentlich verzehren solltest.

Ein weiteres Plus: Honig ist ein beliebtes Hausmittel gegen Erkältungen und Magen-Darm-Beschwerden. Durch seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung wird Honig auch oft bei Halsschmerzen zum Lutschen oder in Milch empfohlen. Auch hier gilt: Je naturbelassener der Honig, desto mehr Wirkstoffe sind enthalten. Wichtig: Für Säuglinge kann Honig lebensbedrohlich werden. Denn bei der Verarbeitung kommt es gelegentlich zu Verunreinigungen, die zum sogenannten Säuglingsbotulismus führen kann. Darum sollten Babys im ersten Lebensjahr keinen Honig zu sich nehmen.

 

Wie bewahre ich Honig am besten auf?

Honig lagerst du am besten kühl und dunkel, aber nicht im Kühlschrank. Du solltest auch unbedingt darauf achten, dass der Deckel stets gut verschlossen ist.

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