Currypaste selber machen - so geht's

Currypasten sind ein wichtiger Bestandteil authentisch thailändischer Küche und sorgen für exotische Würze in Currys, Soßen und Suppen. Sie bestehen zwar aus vielen verschiedenen Gewürzen, ihre Zubereitung ist jedoch sehr simpel. ​Wir erklären, wie du gelbe, rote und grüne Currypaste selber machst und verwendest.

Currypaste im Mörser zubereiten
Im Mörser können alle Zutaten zu einer cremigen Masse zerstampft werden, Foto: House of Food / Bauer Food Experts KG
Inhalt
  1. Welche Currypasten gibt es?
  2. Gelbe Currypaste
  3. Rote Currypaste
  4. Grüne Currypaste
  5. Wie macht man Currypaste?
  6. Currypaste – Tipps für die Zubereitung
  7. Wie verwendet man Currypaste?
  8. Wie lange ist Currypaste haltbar?
  9. Kann man Currypaste einfrieren?
 

Welche Currypasten gibt es?

Es gibt gelbe, rote und grüne Currypaste. Die gelbe Paste, auch Kaeng Kari genannt, ist cremig-mild, die rote pikant-scharf und die grüne Currypaste sehr scharf. Die Unterschiede liegen in der Auswahl der Chilis und weiteren Zutaten, die für einen unterschiedlichen Schärfegrad sorgen.

Jede Currypaste enthält, neben vielen weiteren Gewürzen, getrocknete oder frische Chilischoten als Grundzutat. Während in der roten und gelben Paste rote Chilis verarbeitet werden, besteht die grüne Currypaste bis zu 50 % aus extrem scharfen kleinen, grünen thailändischen Chilis. Selbstgemachte Currypaste ist nicht nur viel aromatischer als gekaufte, sie ist auch gesünder, da auf Zuckerzusätze und Geschmacksverstärker verzichtet wird. ​

gelbe, rote und grüne Currypaste
Gelbe, grüne und rote Currypaste mit unterschiedlichen Schärfegraden, Foto: House of Food / Bauer Food Experts KG

 

Gelbe Currypaste

Zutaten für 1 Glas à ca. 300 ml:

3-6 getrocknete, rote Chilischoten, 4 Stangen Zitronengras, 8 Schalotten, 8 Knoblauchzehen, 120 g Ingwer oder Galgant, 12 Kaffirlimettenblätter, 2 TL Kreuzkümmelsamen, 2 EL Koriandersamen, 10 Kardamomkapseln, 1 EL gelbe Senfsamen, 1 EL gemahlener Kurkuma, ½ EL Zimtpulver, 40 ml Limettensaft, 4 EL brauner Zucker, 1 EL Salz

Die gelbe Variante ist die mildeste Sorte. Sie passt besonders gut zu Hähnchen und Fisch und kann zum Beispiel für ein Gelbes Süßkartoffelcurry oder Blumenkohlcurry verwendet werden.

 

Rote Currypaste

Zutaten für 1 Glas à ca. 400 ml:

15-20 rote, lange Chilischoten, 4 Stangen Zitronengras, 6 Schalotten, 8 Knoblauchzehen, 40 g frischer Ingwer, 4 Kaffirlimettenblätter, 4 TL Kreuzkümmel gemahlen, 4 TL Koriandersaat, 4 EL Öl

Die rote Variante ist die mittelscharfe Sorte. Sie schmeckt gut zu Rind oder Lamm, aber auch zu Hähnchen und eignet sich zum Beispiel für ein Rotes Thai Curry.

 

Grüne Currypaste

Zutaten für 1 Glas à ca. 400 ml:

8-15 kleine grüne Chilischoten, 8 Stangen Zitronengras, 8 Schalotten, 20 Stängel Koriander, 8 Knoblauchzehen, 120 g Ingwer oder Galgant, 30 Kaffirlimettenblätter, 1 EL Koriandersamen, 10 Kardamomkapseln, 100 ml Limettensaft, 4 EL brauner Zucker, 1 EL Garnelenpaste, 4 EL Öl, 1 EL Salz

Die grüne Variante ist die schärfste Sorte. Damit lässt sich Grünes Thai-Curry mit Fisch, Fleisch oder vegetarisch zubereiten.

 

Wie macht man Currypaste?

Die Zubereitungsart ist für jede Art von Currypaste gleich - ob gelb, grün oder rot. Dafür zu Beginn die ganzen Samen, je nach Rezept zum Beispiel Senf- oder Kreuzkümmelsamen, kurz in der Pfanne anrösten, damit sie ihr volles Aroma entfalten können. Chilischoten putzen und fein hacken. Zitronengras putzen, dabei die äußeren harten Blätter entfernen und das weiche Innere kleinschneiden. Schalotten, Knoblauch und Galgant bzw. Ingwer schälen und kleinschneiden. Limettenblätter und gegebenenfalls Koriander waschen, trocken schütteln und in feine Streifen schneiden. Traditionell wird schließlich ein Mörser benutzt, in dem alle Zutaten zerstampft und zerrieben werden. Es genügt aber auch ein Universalzerkleinerer, der die Zutaten vermengt bis eine cremige Masse entsteht.

 

Currypaste – Tipps für die Zubereitung

Die Menge der Chilis variiert, je nachdem wie scharf du das Curry haben willst. Bei den kleinen grünen Chilis ist Vorsicht geboten! Beim Kleinschneiden solltest du Einmalhandschuhe tragen, damit die Schärfe später nicht an Schleimhäute gelangen kann.

Statt ganzen Samen kannst du auch gemahlene Gewürze verwenden. Die Currypaste wird dann allerdings nicht so intensiv. Ob du Ingwer oder Galgant verwendest ist reine Geschmackssache, je nachdem welche Würze du erreichen möchtest. Galgant ist ein milderes Ingwergewächs und nicht ganz so würzig.

 

Wie verwendet man Currypaste?

Currypaste ist neben cremiger Kokosmilch die würzige Grundlage für thailändische Currys und Suppen. Die Currypaste wird zuerst in der Pfanne angeschwitzt, bis sie anfängt zu duften. Dann gibt man Kokosmilch dazu, verrührt beides bis eine homogene Masse entsteht und lässt diese köcheln. Schließlich kommen Fleisch oder Tofu, Gemüse und weitere Zutaten hinzu. 

 

Wie lange ist Currypaste haltbar?

In einem gut verschlossenen Glas im Kühlschrank hält sich frische Currypaste mindestens 7-10 Tage. Wichtig ist, dass du die frische Paste in sterile Gläser füllst. Das verlängert die Haltbarkeit!

 

Kann man Currypaste einfrieren?

Wer Currypaste auf Vorrat zubereiten möchte, kann diese außerdem super einfrieren. Dafür hergestellte Paste in Eiswürfelbehälter füllen, durchfrieren und anschließend in einen Gefrierbeutel geben. So kannst du sie portionsweise entnehmen.

 
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