Ouzo selber machen - so geht der griechische Klassiker

Ouzo ist das Nationalgetränk Griechenlands und bei uns aufgrund seiner leicht süßlichen Anisnote beliebt als Digestif. Wir erklären, was den mediterranen Anisschnaps ausmacht und wie du ihn ganz einfach selber herstellen kannst.

Ouzo
Ouzo bekommt durch den Zusatz von Anis eine milchige Farbe, Foto: dzevoniia / Adobe Stock Photo

Ouzo schmeckt würzig, leicht bitter und ist dank Anis gut bekömmlich. Die Griechen trinken ihn vor allem zur Vorspeise mit Wasser oder Eis gemischt. Wir lassen ihn uns am liebsten knackig kalt nach einem guten, deftigen Essen schmecken. Als Longdrink wird Ouzo auch gerne mit Orange, Zitrone oder Grenadine serviert.

 

Ouzo - Zutaten für 0,7 Liter:

  • 1 Flasche Doppelkorn oder Wodka (mind. 38 %)
  • 70 g weißer Kandiszucker
  • 7-8 Tropfen Sternanis-Öl (erhältlich in der Apotheke)
  • Außerdem: eine saubere Schnapsflasche
 

Ouzo selber machen - so einfach geht's

  1. Fülle den Schnaps in eine ausgespülte 1L-Flasche um, gib den Kandiszucker und das Sternanis-Öl dazu und verschließe die Flasche.
  2. Lasse das Gemisch etwa 1 Woche lang ziehen, dabei einmal täglich schütteln oder 2-3x drehen (wie beim Winzersekt)
  3. Hat sich der Kandiszucker vollkommen aufgelöst, ist der Schnaps verzehrfertig und kann in eine saubere Schnapsflasche umgefüllt werden. Nun kannst du ihn gekühlt oder zimmerwarm aufbewahren.

Unser Tipp: Je länger der Schnaps durchzieht, desto aromatischer wird er. Gib dem Ouzo also ein wenig Zeit! Mit Korn angesetzt wird der Ouzo lieblicher, mit Wodka etwas herber. Das Mischverhältnis von Zucker und Anisöl kannst du ebenfalls variieren und je nach Geschmack dein eigenes Rezept kreieren.

 

Warum wird Ouzo milchig trüb?

Mischt man Anis-Destillate mit Wasser, werden diese trüb. Dieser sogenannte „Louche-Effekt“ ist auch bei niedrigen Temperaturen zu beobachten. Lagerst du Ouzo also im Gefrier- oder Kühlfach, bekommt dieser eine milchige Trübe und wird dickflüssiger. Das liegt an den ätherischen Ölen im Anis, die sich in Verbindung mit Wasser kaum bis gar nicht auflösen können - es entsteht eine Emulsion. Nicht nur Ouzo, sondern auch Raki und Absinth werden so weißlich und undurchsichtig. 

Für Ouzo-Liebhaber ist das ein besonderes Qualitätsmerkmal: je trüber der Schnaps, desto höher sein Anis-Anteil und das Aroma. Dies hängt aber natürlich auch von einzelnen Geschmacksvorlieben ab!
 

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