Senf selber machen – so geht‘s

Warum sollte der obligatorische Senf zur Bratwurst immer aus der Tube kommen? Mit einfachen Zutaten, die es in jedem Supermarkt gibt, kann jeder Senf selber machen. Probiere es aus!

Selbst gemachter Senf
Senf selber machen – das geht leichter als gedacht, Foto: House of Food / Bauer Food Experts KG
Inhalt
  1. Wie kann man Senf selber machen?
  2. Senf selber machen - Rezept
  3. Senf mal anders - leckere Variationen
  4. Rezeptideen mit selbstgemachtem Senf
 

Wie kann man Senf selber machen?

Das Grundrezept für selbst gemachten Senf besteht aus nur fünf Komponenten und kann nach eigenem Geschmack variiert werden. Von leicht und mild bis scharf und würzig - erlaubt ist, was schmeckt!

Gelbe Senfkörner sind recht mild, während schwarze und braune deutlich schärfer schmecken. Für mittelscharfen Senf ist daher eine Mischung der verschiedenen Senfkörner zu empfehlen. Auch durch die Auswahl des verwendeten Essigs oder der Verfeinerung mit Gewürzen und Kräutern kann der Geschmack beeinflusst werden.

Zur Herstellung ist es wichtig, dass der Senf während aller Arbeitsschritte keinen Temperaturen von über 30 °C ausgesetzt ist. Die Aromen des Senföls sind nämlich sehr hitzeempfindlich. 

 

Senf selber machen - Rezept

Zutaten für 1 Glas (à ca. 250 ml):

  • 80 g Senfkörner (gelbe oder schwarze)
  • 50 ml Weißweinessig
  • 50 g Zucker
  • 1 TL Salz

    So geht's:

    1. Die Senfkörner je nach gewünschter Konsistenz des fertigen Senfs in einer Gewürz- oder Kaffeemühle fein mahlen oder grob mit dem Mörser zerstoßen. Das Senfmehl in eine Schüssel geben.
    2. Senfmehl in einer Rührschüssel mit 70 ml kaltem Wasser vermengen und ca. 15 Minuten quellen lassen.
    3. Essig, Zucker und Salz erhitzen, bis sich die Gewürze gelöst haben. 
    4. Die Flüssigkeit mit einem Handrührgerät mit dem Senfmehl verrühren, bis die Konsistenz geschmeidig wird.
    5. Den Senf ca. 3 Stunden ziehen lassen. Dabei hin und wieder umrühren.
    6. Anschließend den Senf in ein sauberes Glas abfüllen. Vor dem Verzehr 3-4 Tage im Kühlschrank ziehen lassen - so wird der Senf etwas milder.

    Haltbarkeit: Im Kühlschrank aufbewahrt ist selbstgemachter Senf ca. vier Wochen haltbar.

     

    Senf mal anders - leckere Variationen

    Senf in 3 leckeren Varianten
    Mit Rosmarin, Estragon oder Heidelbeeren: Senf in köstlichen Varianten, Foto: House of Food / Bauer Food Experts KG

    Grob oder fein, scharf oder süß: Wer ein wenig mit dem Mahlgrad der Senfkörner und der Dosierung der Zutaten experimentiert, kann allein aus den Grundzutaten viele leckere Senf-Varianten herstellen. Für süßen Senf füge beispielsweise einfach mehr Zucker hinzu.

    Durch die Zugabe weiterer Aromaten kann die scharfe Paste individuell veredelt werden. Lecker zu Käse schmeckt Feigensenf, weihnachtliche Aromen beschert uns fruchtiger Apfel-Rum-Senf. Ein Schärfekick wird durch Chili oder Meerrettich erreicht und auch mit Knoblauch, Honig und Paprika können spannende Kreationen entstehen. Nur Mut beim Ausprobieren!

    Unsere drei liebsten Senf-Varianten:

    • Heidelbeer-Senf: 20 g Heidelbeeren, 20 g Zucker und 1 EL Apfelsaft pürieren und mit 175 g selbstgemachtem Senf verrühren.
    • Estragon-Senf: 1 EL gehackten Estragon, 20 g Honig, 1/2 TL Kurkuma, 1 EL Weißwein und 1/2 TL Salz kurz aufkochen und auskühlen lassen. Mit 175 g selbstgemachtem Senf verrühren.
    • Gin-Rosmarin-Senf: Nadeln von 1/2 Rosmarin-Zweig fein hacken. Rosmarin, 15 g braunen Zucker, 1 EL Balsamico-Essig und 1 TL Olivenöl aufkochen und auskühlen lassen. Mit 1 EL Gin und 175 g selbstgemachtem Senf verrühren.

    LECKER-Tipp: Selbst gemachter Senf eignet sich super als Geschenk aus der Küche oder Mitbringsel. Darüber freut sich jeder!

     

    Rezeptideen mit selbstgemachtem Senf

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