Bärlauchpesto – das klassische Rezept
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Bärlauchpesto gelingt dir mit nur vier Zutaten würzig, frisch und mit feiner Knoblauchnote. Da das Frühlingskraut nur kurz Saison hat, lässt sich unser Bärlauchpesto ganz einfach und in zehn Minuten auf Vorrat zubereiten. Perfekt zu Pasta, aufs Brot oder als Extra zu Ofengemüse!
Zutaten
150 g frischer Bärlauch
25 g Pinienkerne
70 g Parmesan oder vegetarischer Hartkäse (Stück)
150 ml Olivenöl + etwas zum Bedecken
Salz
Pfeffer
Zubereitung
Bärlauch waschen, trocken tupfen und grob hacken.

Pinienkerne in einer Pfanne 3-4 goldbraun rösten. Zwischendrin wenden. Parmesan reiben.
Bärlauch mit Pinienkernen, Parmesan und Olivenöl in einen Universalzerkleinerer geben. Alles zu einer sämigen Masse mixen. Alternativ Kerne vorher grob hacken und alle Zutaten mit dem Pürierstab zu einem cremigen Bärlauchpesto mixen.
Bärlauchpesto mit Salz und Pfeffer abschmecken. In heiß ausgespülte Gläser (à ca. 200 ml) füllen, mit etwas Olivenöl bedecken und fest verschließen.
Nährwerte
Pro Glas
- 889 kcal
- 14 g Eiweiß
- 92 g Fett
- 3 g Kohlenhydrate
Unser Grundrezept lässt sich ganz einfach in ein veganes Bärlauchpesto verwandeln. Dafür ersetzt du Parmesan durch ca. 2 EL Hefeflocken. Das Aroma der würzigen Flocken erinnert an Käse und eignet sich hervorragend als vegane Alternative.
Wie wird Bärlauchpesto nicht bitter?
Damit dein Bärlauchpesto nicht bitter wird, solltest du ein mildes, hochwertiges Öl verwenden. Natives, kaltgepresstes Olivenöl enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie Polyphenole, die als natürliche Antioxidantien wirken – und genau diese sorgen für das charakteristische, manchmal leicht bittere Aroma des Öls. Mit etwas Zitronensaft, einer Prise Zucker oder etwas Honig kannst du das Bärlauchpesto einfach abrunden und die natürlichen Bitterstoffe ausgleichen. Für ein besonders mildes Pesto kannst du auch auf raffiniertes Olivenöl oder Rapsöl zurückgreifen.
Einige Nusssorten bringen manchmal einen leicht herben Geschmack mit. Besonders in der Schale von Walnüssen und Mandeln stecken feine Bitternoten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, greift zu Pinienkernen – sie schmecken angenehm mild. Auch blanchierte Mandeln sind eine herrlich milde Alternative.
Wie püriert man Bärlauchpesto richtig?
Ein häufiger Grund für bitteres Bärlauchpesto ist zu langes Pürieren mit einem leistungsstarken Mixer. Die Masse erwärmt sich dabei schnell, und durch die Hitze entwickeln Bärlauch und Olivenöl vermehrt bittere Aromen.
So bleibt dein Pesto schön mild:
1) Mixe dein Pesto deshalb nur so kurz wie nötig und am besten in kurzen Intervallen.
2) Wenn du einen Universalzerkleinerer verwendest, püriere Bärlauch, Nüsse und Käse zunächst ohne Öl und gib das Öl erst zum Schluss dazu.
Zubereitung im Mörser
Noch schonender gelingt das Bärlauchpesto mit einem Mörser – so bleiben Geschmack und Inhaltsstoffe optimal erhalten und Bitternoten werden vermieden. Durch das behutsame Zerstoßen geben frische Kräuter wie Bärlauch besonders viel Saft und ätherische Öle frei – das sorgt für extra Aroma. Am besten eignet sich für die Zubereitung die klassische Variante mit Pinienkernen, da sie sich leicht zerstoßen lassen.
Mit diesen Zutaten kannst du dein Bärlauchpesto ganz einfach abwandeln
Pinienkerne, Parmesan und Olivenöl sind der Klassiker im Pesto – aber auch kombiniert mit anderen Zutaten schmeckt das Bärlauchpesto richtig lecker! Noch mehr Vielfalt bringt das grüne Frühlingskraut als aromatische Bärlauchbutter oder cremiger Bärlauchaufstrich.
Lass dich inspirieren und kreiere deine Lieblingsvariante vom Bärlauchpesto:
Nüsse und Kerne:
Cashewkerne und blanchierte Mandeln – mild, süß und buttrig
Haselnüsse – nussig, leicht schokoladig
Walnüsse – leicht herb
Pistazien– würzig, süß und aromatisch
Käse:
Am besten kaufst du den Käse immer am Stück – frisch gerieben ist das Aroma besonders intensiv. Auch der Reifegrad entscheidet über den Geschmack. Je länger der Reifegrad, desto aromatischer! Für die Herstellung von Pesto wird Hartkäse verwendet. Je nach Vorlieben gibt es einige Unterschiede:
Parmesan – aus Kuhmilch, kräftig und würzig
Pecorino – aus Schafsmilch, leicht pikant
Montello – vegetarische Alternative ohne tierisches Lab
Öle:
Grundsätzlich bewahren kaltgepresste Öle durch ihre schonende Herstellung ihre natürlichen nussigen, intensiven Aromen. Raffinierte Öle sind im Vergleich milder und neutral im Geschmack.
Kaltgepresstes Olivenöl – besonders aromatisch, fruchtig und würzig
Kaltgepresstes Rapsöl – nussig, leicht erdig
Kaltgepresstes Sonnenblumenöl – mild nussig und blumig
Raffinierte Öle – neutral, mild
Häufig gestellte Fragen zu Bärlauchpesto
Wie lange hält selbst gemachtes Bärlauchpesto?
Im Kühlschrank ist Bärlauchpesto mindestens 2 Wochen haltbar. Streichst du das Pesto im Glas flach und bedeckst es mit einer Schicht Olivenöl, hält es sich sogar rund 4 Wochen.
Wann hat Bärlauch Saison?
Bärlauch hat nur eine kurze Saison von etwa März bis Mai. In milden Jahren sprießen die ersten Blätter schon ab Ende Februar. Im Supermarkt ist frischer Bärlauch meist ab März erhältlich, mit der größten Auswahl im März und April.
Am aromatischsten ist Bärlauch vor der Blüte: Junge Blätter schmecken mild und knoblauchig. Während und nach der Blüte werden sie fester, schärfer und teils bitter.
Hinweis: Wenn du Bärlauch selbst pflückst, informiere dich vorher, wie du Bärlauch richtig erkennst und nicht mit giftigen Doppelgängern verwechselst.
Kann man Bärlauchpesto einfrieren?
Ja, Bärlauchpesto kannst du einfrieren. Das geht am besten portionsweise in Eiswürfelformen. So sparst du dir beim Auftauen Zeit und kannst genau die Menge entnehmen, die du benötigst. Schraubgläser eigenen sich ebenfalls zum Einfrieren. Fülle das Glas nicht randvoll, da sich der Inhalt beim Einfrieren ausdehnt und das Glas sonst platzen könnte. Wie gelingt das Auftauen am besten? Am einfachsten lässt du dein Pesto im Schraubglas über Nacht im Kühlschrank auftauen. Pesto-Eiswürfel kannst du auf einem Teller bei Zimmertemperatur für ca. 30 Minuten antauen lassen.




















