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Geht auch ganz einfach:

Kuchen ohne Zucker - Backen mit natürlicher Süße

Katharina Klieme

Bye, bye Haushaltszucker! Für diese Backwerke verzichten wir gänzlich auf raffinierten Zucker und greifen stattdessen zu natürlicher Süße aus Apfel, Banane, Honig und Co. Denn Kuchen schmecken auch ohne Zucker! 

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Inhalt
  1. Warum sollte ich Kuchen ohne Zucker backen?
  2. Wie kann ich Kuchen ohne Zucker backen?
  3. Natürliche Süßungsmittel zum Backen
  4. Backen mit Stevia, Xylit & Erythrit
  5. Buchtipps
  6. Rezepte für vegane Kuchen ohne Zucker
 

Warum sollte ich Kuchen ohne Zucker backen?

Die einfachste Art Kuchen und Gebäck zu süßen ist der Griff zum handelsüblichen Haushaltszucker - er ist günstig und eigentlich fast immer im Vorratsschrank. Doch wir alle wissen: Zu viel Zucker ist ungesund. Zum Glück gibt es immer mehr gesündere Alternativen. Im Supermarkt, Reformhaus oder in der Drogerie findest du viele geeignete Produkte auf Pflanzen-, Blüten- oder Fruchtbasis, die Raffinadezucker ersetzen können.

Darüber hinaus gelten Zuckeraustauschstoffe als besonders attraktiv, denn sie haben im Gegensatz zu den meisten Süßungsmitteln wenig bis gar keine Kalorien. Was du bei der Verwendung allerdings beachten solltest, erklären wir dir weiter unten

 

Wie kann ich Kuchen ohne Zucker backen?

Zunächst einmal bedeutet "ohne Zucker" nicht unbedingt "ohne Süße". Vielmehr geht es darum, industriell verarbeiteten Zucker durch naturbelassene Süßungsmittel zu ersetzen und diese bewusster zu verwenden. Der erste Schritt zum zuckerfreien Backen ist daher: die Zuckermenge reduzieren! Das entlastet nicht nur deinen Stoffwechsel, sondern hilft auch, deinen Geschmackssinn nach und nach an weniger Süße zu gewöhnen. 

Wir verwenden in unseren Rezepten Agavendicksaft, AhornsirupKokosblütenzucker oder Honig. Oftmals wandern noch reife Bananen, Datteln oder kleingehackte Trockenfrüchte mit in den Teig - die sorgen nämlich für eine leichte und gleichzeitig fruchtige Süße im Kuchen. Kokosblütenzucker süßt weniger stark als Haushaltszucker und bringt eine leichte Karamellnote mit sich, die wir unglaublich lecker finden. Vor allem in Kombination mit Nüssen, Frucht und fluffigen Cremes.

 

Natürliche Süßungsmittel zum Backen

  • Agavendicksaft (80 g ≈ 100 g Zucker): Löst sich schnell auf, bei Mürbeteig, der ausgerollt wird, sparsam dosieren, da der Teig sonst zu stakr klebt.
  • Ahornsirup
  • Apfel (gerieben) bzw. Apfelmark (siehe dazu unsere Rezept für Apfelmus-Muffins oder Bananenbrot ohne Zucker)
  • Bananen
  • Honig
  • Kokosblütenzucker (100 g ≈ 100 g Zucker): Nektar der Kokospalme, Löst sich langsamer als Zucker. Für Hefeteig nur bedingt geeignet. färbt Cremes oder Baiser etwas dunkler.
  • Reissirup (z. B. von Alnatura)
  • Tapiokasirup (125g ≈ 100 g Zucker): Sirup der Maniokwurzel, löst sich in Heißem und Kaltem. Macht Eischnee vremiger und stabiler, gibt Pudding und Cremes eine leichte Bindung.
  • Trockenfrüchte (Ananas, Aprikosen, DattelnFeigen)
  • Zuckerrübensirup* (gibt's in gut sortierten Supermärkten, z. B. von Grafschafter)

Noch mehr Zucker-Alternativen zum Backen findest du hier >>

 

Backen mit Stevia, Xylit & Erythrit

Erythrit, Stevia und Xylit (Birkenzucker) gehören zu den Zuckeraustauschstoffen, so genannten Zuckeralkoholen. Während Stevia und Erythrit keine verwertbaren Kalorien liefern, zählt Xylit mit 240 kcal/100 g zu den kalorienarmen Süßungsmitteln. Möchtest du Haushaltszucker durch einen dieser Alternativen ersetzen, solltest du beachten:

  • Erythrit (120 g ≈ 100 g Zucker): Hat 60 Prozent weniger Süßkraft als Haushaltszucker, kann fast wie Zucker verwendet werden - sogar Guss klappt damit. Eignet sich nicht zum Karamellisieren, Hefeteige brauchen länger zum Karamellisieren.
  • Stevia: Ist 300-mal süßer als Haushaltszucker, achte daher auf die richtige Dosierung!
  • Xylit: Hat die gleiche Süßkraft wie Haushaltszucker

Warum Zuckeraustauschstoffe nicht unbedingt gesünder sind

Zuckeraustauschstoffe sind zwar kalorienarme Süßungsalternativen, aber nicht zwingend gesünder als Haushaltszucker. Warum? Sie helfen uns nicht, uns an weniger Süße zu gewöhnen und wirken in größeren Mengen sogar abführend. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) empfiehlt daher: Für eine kalorienarme Ernährung können diese Produkte hilfreich sein. Wer sich jedoch gesund und ausgewogen ernähren möchte, sollte generell weniger süßen und auf natürliche Süße zurückgreifen.

Schokoladenglasur für zuckerfreie Kuchen

Auf Schokotopping oder -glasur verzichten? Das muss nicht sein! Zartbitterschokolade mit mindestens 70 Prozent Kakaoanteil reduziert die Zuckermenge in der Glasur. Oder du versuchst mal die zuckerfreie Schokoglasur aus unserem Rezept für Süßkartoffel-Brownies mit Kakaobutter, Backkakao und Carobpulver. Lecker!

Noch mehr leckere Toppings für Kuchen ohne Zucker:

 

Buchtipps

 

Rezepte für vegane Kuchen ohne Zucker

Vegan backen ohne raffinierten Zucker gelingt dir mit diesen Rezepten ganz einfach:

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